Förderung für regionales KI-Projekt

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Künstliche Intelligenz bietet Potenziale bei der optischen Qualitätskontrolle an Serienteilen, etwa bei der Erkennung von Oberflächenbeschädigungen wie hier im Bild markiert.

Künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie vieler Branchen. Vier regionale Firmen haben mit der Hochschule Aalen und dem Digitalisierungszentrum ein bemerkenswertes System entwickelt.

Aalen

Vor wenigen Tagen kam der Bescheid des Wirtschaftsministeriums in Stuttgart: Das regionale Verbundprojekt "Mobiler KI-Prototyp für die industrielle In-Line-Qualitätskontrolle" wird mit bis zu 300 000 Euro gefördert. Projektpartner sind die Hochschule Aalen, Plan.B aus in Hüttlingen, die Christian Maier GmbH & Co. KG aus Heidenheim sowie hema electronic und aku.automation aus Aalen. Initiiert wurde das Projekt, das den Technologietransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft stärkt und Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie für die Wertschöpfung sichtbar machen soll, mit Unterstützung der IHK und des Digitalisierungszentrums Ostwürttemberg.

Verfahren der Künstlichen Intelligenz – kurz: KI – stehen an der Schwelle zur industriellen Anwendung. Allerdings ist es auf dem Weg zur digitalisierten Produktion vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine große Herausforderung, solche Verfahren durch Neuanschaffung oder Aufrüsten bestehender Technik zu implementieren. Ein mobiler KI-Demonstrator für die sogenannte In-Line-Qualitätskontrolle in KMU soll nun den Zugang zu Künstlicher Intelligenz vereinfachen.

Mit dem Demonstrator kann vor Ort die Möglichkeit einer KI-unterstützten optischen Qualitätskontrolle an Serienteilen vorgeführt werden, um die Einsatzmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz in der automatisierten Produktion erlebbar zu machen. Beim KI-Demonstrator bringt jeder der beteiligten Partner einschlägige Kompetenzen in das Projekt mit ein.

So koordiniert eine Forschungsgruppe um Prof. Dr. Ricardo Büttner an der Hochschule Aalen, die auch die Konsortialführerschaft innehat, das Projekt und bringt Erfahrungen zu Machine-Learning- und KI-Projekten ein. Diese sind auch bei der Plan.B vorhanden, die sich als strategischer Partner für Digitalisierung und digitale Transformation versteht und die geplante Cloud-Lösung für den Demonstrator entwickelt. Die Aalener aku.automation unterstützt als Spezialist für Bildverarbeitung im Bereich industrielle Automatisierung das Projekt mit speziellen Kamera- und Beleuchtungsvorrichtungen.

Die beteiligten Unternehmen sind ein Querschnitt starker Unternehmen in der Region.

Peter Schmidt Leiter Innovation bei der IHK

Die hema electronic stellt ihr Wissen bei der Entwicklung und Bereitstellung von Hardware im Bereich eingebetteter Systeme und bei der Erprobung von Schweißteilen zur Verfügung. Ein wichtiger Part fällt auch der Christian Maier GmbH & Co. KG zu, die als Technologieführer bei Drehdurchführungen nicht nur die Teile zum Erstellen der Trainingsdatensätze für die KI bereitstellt, sondern stellvertretend für viele andere Unternehmen die Lösung erprobt. Bis zu knapp 300 000 Euro stellt das Land für die Erarbeitung des mobilen KI-Demonstrators zur Verfügung. Groß war deshalb die Freude nach Bekanntwerden der Förderzusage durch das Ministerium bei den Partnern.

Dass man die Vorgabe des Landes, nämlich KI als Schlüsseltechnologie für die Wertschöpfung der Zukunft sichtbar und vor allem nutzbar zu machen, umsetzen kann, daran hegt Büttner keinen Zweifel: "Mit dem mobilen KI-Demonstrator wollen wir zeigen, dass KI die Effizienz von Prozessen und die Produktivität von Unternehmen erheblich verbessern kann. Das Projekt ist anwendungsnah und verdeutlicht die vielfältigen Potenziale von KI, die bei der Neu- oder Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen und damit verbundenen neuen Geschäftsmodellen eine große Bedeutung haben." Dank einer Breite an Anwendungsszenarien insbesondere in der Metallverarbeitung, habe der KI-Demonstrator eine große Hebelwirkung, um KI in vielen Firmen möglichst einfach einzuführen.

Die Förderzusage ist ein weiterer Erfolg für die Region im Bereich KI und erneut Ergebnis des Miteinanders von Schlüsselakteuren der Digitalisierung und des Technologietransfers, so die IHK. Bereits vor einem Jahr erhielten die Hochschule Aalen und das Digitalisierungszentrum vom Land rund 100 000 Euro Förderung für den gemeinsamen Aufbau eines KI-Labors. Nun war es die IHK, die im engen Austausch mit dem Digitalisierungszentrum das Zustandekommen des Projekts maßgeblich unterstützt hat. Dementsprechend bedeutend ist auch das Projekt KI-Demonstrator, wie Peter Schmidt, Manager des DigiZ und Leiter Innovation und Digitalisierung bei der IHK verdeutlicht: "Die beteiligten Unternehmen sind ein Querschnitt starker Unternehmen in der Region. Im Projekt tauschen sie ihr Know-how aus, bündeln Kompetenzen und profitieren durch die Zusammenarbeit mit der Hochschule Aalen von neuesten Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung." IHK-Technologietransfermanager Markus Hofmann ergänzt: "Sie stellen ihre Innovations- und Zukunftsfähigkeit unter Beweis, indem sie die Potenziale von KI erkennen, diese nutzen und dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit weiterhin extrem hochhalten."

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