Fornax übernimmt Comtex

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Ulrich Laufer (links) von Comtex und Marko Bauer, Geschäftstührer von Fornax, arbeiten künftig für das selbe Unternehmen.
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Die Unternehmen aus Lauchheim und Nördlingen agieren künftig gemeinsam. Der Standort im Ries bleibt, wie alle Arbeitsplätze auch, erhalten.

Lauchheim

Zum 1. September ist es offiziell: Der Lauchheimer IT-Spezialist Fornax und die Comtex aus Nördlingen werden ein Unternehmen, Fornax übernimmt Comtex. Die Kaufverträge sind bereits unterschrieben. Wie Fornax-Geschäftsführer Robert Weber erklärt, bleibt der Comtex-Standort in Nördlingen erhalten. Alle Mitarbeiter des Teams werden übernommen, auch Comtex-Geschäftsführer Ulrich Laufer wird weiter für das neue Unternehmen tätig sind. „Fornax und Comtex ergänzen sich perfekt“, begründet Weber den Zusammenschluss, der das Wachstum von Fornax weiter beschleunigen dürfte.

Während sich Fornax in der Region als Systemhaus vor allem durch ihre Spezialisierung auf IT-Sicherheit etabliert hat, ist Comtex im Bereich der klassischen IT-Infrastruktur sowie Telefonanlagen zu Haus. Mit der Übernahme entsteht laut Weber „der größte Digitalisierungspartner für den Mittelstand in der Region Ostwürttemberg und Donau-Ries“. Sein Co-Geschäftsführer Marko Bauer ergänzt: „Dieser Zusammenschluss ist daher der nächste logische Schritt, um den Service für unsere Kunden noch weiter auszubauen.“ Beide Firmen hätten nun zusammen ein Angebot an Dienstleistungen für den Betrieb von IT-Umgebungen und die bestmögliche Sicherheit für Netzwerke und Cloud-Lösungen.

„Die Komplexität der IT-Systeme steigt seit vielen Jahren. Diese Entwicklung hat durch die Corona-Pandemie nochmals einen ordentlichen Schub bekommen, etwa durch Home-Office und den vermehrten Einsatz von Cloud-Lösungen in den Firmen“, erklärt Weber. Gleichzeitig wachse die Gefahr von Angriffen auf die IT vieler Unternehmen und Institutionen weiter erheblich. „Hackerangriffe nehmen weiter zu, gleichzeitig steigt die Bedeutung der IT für Unternehmen auch wegen der fortschreitenden Digitalisierung immer weiter“, erläutert Weber.

Durch den Kauf von Comtex würden sich für Fornax zudem vielfältige Synergien für die Kunden beider Seiten ergeben, so Weber. Das derzeitige Portfolio der beiden Anbieter werde künftig mit zusätzlichen Produkten und neuen Schwerpunkten weiter ausgebaut, gleichzeitig verfüge man so über zusätzliche Ressourcen und könne die Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen.

Mit der Übernahme wächst die Zahl der Mitarbeitenden beim IT-Unternehmen auf rund 30. „Damit haben wir eine gute Größe in der Branche erreicht“, sagt Weber. Fornax und Comtex hätten bereits in der Vergangenheit regelmäßig zusammengearbeitet. „Wir bekennen uns ausdrücklich zum neuen Zweitstandort Nördlingen, denn Ziel ist es ganz klar, weiterhin direkt ‚aus der Region für die Region‘ zu agieren – in der Achse Aalen, Bopfingen, Ellwangen, Dinkelsbühl, Nördlingen und Donau-Ries“, erklärt Weber. Zudem kämen einige der Fornax-Mitarbeiter ohnehin aus Nördlingen. Weber: „Die freuen sich jetzt natürlich auch auf einen kürzeren Weg ins Büro.“

Die Geschichte von Fornax begann wie bei vielen anderen Firmen aus der IT-Branche in einem Keller. Der Unternehmensgründer (und heutige Gesellschafter und Geschäftsführer) Marko Bauer, meldete während seiner Abiturzeit im Jahr 2000 ein Gewerbe an.

Damals betreute er die Windows NT-Server von einigen Unternehmen im Raum Ellwangen. Mit IT-Beratung, Systemadministration und Systemintegration finanzierte er sein Wirtschaftsinformatikstudium an der Hochschule Aalen. Schnell waren die personellen Ressourcen ausgereizt und es wurde Zeit für Wachstum: 2008 wurde die Fornax GmbH mit Sitz in Westhausen gegründet. Heute hat die Firma ihren Sitz in Lauchheim.

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