Fotowettbewerb: Das sind die besten Mikroskop-Bilder

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Platz 3: Eine neue Talaromyces-Pilzart, die auf Hafermehl-Wachstumsmedien wächst, aufgenommen mit dem Zoom-Mikroskop Zeiss AxioZoom.V16.

Prämierung Der Optikkonzern Zeiss suchte nach dem besten Mikroskopie-Bild. Das sind die Gewinner.

Oberkochen. Forscher aus 50 Ländern haben Mikroskopiebilder aus verschiedenen Anwendungsbereichen eingereicht, insgesamt nahmen am Wettbewerb 1300 Einsendungen teil. Die Gewinner kommen aus Spanien. Platz zwei geht nach Aalen.

Der erste Preis geht an die Forscher Alicia Gónzales Segura, Dolores Molina Fernández und Isabel Sánchez Almazo vom Centro de Instrumentación Científica der Universität Granada (Spanien) für ihre Aufnahme der Kalkalge „Emiliania huxleyi“. „Diese Mikrofotografie wurde im Rahmen einer Studie zur Biodiversität des Phytoplanktons aus dem Alborán-Meer im westlichen Mittelmeer mit besonderem Schwerpunkt auf dem Lebenszyklus von Emiliania huxleyi, dem wahrscheinlich am häufigsten vorkommenden eukaryotischen Mikroorganismus in den Ozeanen, gewonnen“, sagt Segura.

Diese Organismen spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung des atmosphärischen CO2, der Ozeanversauerung und des globalen Kohlenstoffkreislaufs. Das Bild wurde mit dem Feldemissions-Rasterelektronenmikroskop ZEISS GeminiSEM aufgenommen.

Den zweiten Platz belegte Andreas Kopp vom Institut für Materialforschung (IMFAA) der Hochschule Aalen. Seine Aufnahme von Fluoriden auf einer Anodenoberfläche einer Li-Ionen-Batterie wurde mit dem Rasterelektronenmikroskop ZEISS Crossbeam 550 mit 7350-facher Vergrößerung aufgenommen. Als den anspruchsvollsten Teil bezeichnete Kopp die Probenvorbereitung. „Im Allgemeinen können wir die Kristallstruktur der Materialien in der Natur nur selten sehen. Das Wachstum nahezu perfekter Würfel ist auf das Kristallsystem der Materialien zurückzuführen. Diese geometrischen Partikel zu beobachten ist immer wieder faszinierend und bringt interessante Bilder hervor“, führt er aus. Kopp und sein Team nutzen Licht- und Elektronenmikroskope von ZEISS, um die Qualität von Li-Ionen-Batterien zu beurteilen. Die Nachfrage nach diesen Energielieferanten und -speichern wächst ebenso wie die Anforderungen an sie.

Den dritten Platz teilen sich zwei Gewinner. Professor Bernardo Cesare, Petrologe an der Universität Padua (Italien), hat eine Polarisationslichtmikroskopie-Aufnahme eines brasilianischen Achats vorgelegt, der aus feinkörnigem Quarz (Chalzedon) besteht. Die lichtmikroskopische Aufnahme von Professor Cobus Visagie zeigt die in Südafrika gefundene neue Pilzart Talaromyces auf Nährmedium wachsend.

„Der Auswahlprozess war mit mehr als 1300 faszinierenden Einsendungen äußerst spannend. Wir waren tief beeindruckt von der Teilnahme so vieler ZEISS Nutzer aus verschiedenen Ländern und über verschiedenste Forschungsschwerpunkte und Anwendungsbereiche hinweg. Die hohe Qualität der Bilder ist fantastisch – ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer“, so Dr. Michael Albiez, Leiter Zeiss Research Microscopy Solutions.

Platz 3: Dünnschliff eines Achats aus Brasilien, aufgenommen mit dem Lichtmikroskop Zeiss Axioscope
Platz 2: Fluoride auf der Anodenoberfläche einer Li-Ionen-Batterie, aufgenommen mit dem Rasterelektronenmikroskop Zeiss Crossbeamm 550.
Platz 1: Die Kalkalge Emiliania Huxleyi, aufgenommen mit dem Feldemissions-Rasterelektronenmikroskop Zeiss GeminiSEM.

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