Frühjahr sorgt für weniger Arbeitslose

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Die Zahl der Arbeitslosen in Ostwürttemberg ist unter eine psychologisch wichtige Marke gefallen: Im April waren 9997 Menschen arbeitslos. "Damit liegen wir in diesem Jahr erstmals wieder unter der Marke von 10 000", erklärt Elmar Zillert, Chef der Agentur für Arbeit in Aalen. Die Unterschiede innerhalb der Region Ostwürttemberg sind aber weiter groß.

Während in der Region Ellwangen mit einer Arbeitslosenquote von exakt zwei Prozent praktisch Vollbeschäftigung herrscht, hinkt die Entwicklung im Landkreis Heidenheim hinterher: Dort liegt die Kennzahl bei 5,6 Prozent. Im Bezirk Aalen sind 3,5 Prozent der Erwerbsfähigen arbeitslos, in Schwäbisch Gmünd liegt der Prozentsatz bei 4,1, in Bopfingen bei 4,0. Dabei entwickelt sich der Arbeitsmarkt dynamischer als im Landesdurchschnitt, wie Agenturchef Zillert erklärt. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich in Ostwürttemberg um 0,2 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent, im Land ging sie um 0,1 Punkte zurück. "Die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes präsentiert sich im Berichtsmonat von ihrer positiven Seite", sagt Zillert. Im April hätten 958 Personen eine neue Arbeitsstelle gefunden. Das sind 11,1 Prozent mehr als noch im März. "Erfreulich ist, dass im Berichtszeitraum alle Personengruppen unter den Arbeitslosen von der Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt profitieren und einen Rückgang verzeichnen konnten." Mehr als die Hälfte der Arbeitslosen, nämlich 5210 Personen, ist im Bezirk auf Hartz IV-Leistungen angewiesen. Die Anzahl sei im April um 0,4 Prozent, erläutert Zillert. "Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hat im April ebenfalls die Menschen in der Grundsicherung erreicht", so der Agenturchef. Dennoch stünde dieser Personenkreis weiter im Fokus der Integrationsarbeit.

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