Fünf Millionen für Transformation in der Region

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Der Umstieg auf Elektromobilität bedeutet für die Wirtschaft der Region einen immensen Transformationsprozess.

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg, das den Schwerpunkt auf die Automobilzulieferer legt.

Aalen

Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg, Wirtschaftsförderung WiRO, Bildungswerk Baden-Württemberg und die IG Metall haben den Startschuss für das Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg gegeben. Unterstützt werden dabei vor allem kleine und mittlere Unternehmen und deren Beschäftigte, um die Herausforderungen der Transformation zu bewältigen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz für einen Zeitraum von drei Jahren mit knapp fünf Millionen Euro gefördert, wie die IHK nun mitteilt.

Einer der wirtschaftlichen Schwerpunkte Ostwürttembergs liegt bei den Automobilzulieferern und dem fahrzeugnahen Maschinenbau. Diese Branchen stehen für rund 600 Unternehmen mit rund 33 000 Mitarbeitenden, was einem Anteil von mehr als 20 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten entspricht. Die Branche befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess und hat in Zukunft große Herausforderungen zu schultern: Neben neuen Anforderungen für den Klimaschutz sowie der damit zusammenhängenden Kompensation von Arbeitsplatzverlusten im Bereich des Verbrennungsmotors kommen Technologiesprünge und damit auch neue Qualifizierungsbedarfe auf die Unternehmen und Beschäftigten zu. Fragile Lieferketten und die Problematik steigender Energiekosten sind Faktoren, die die Branche zusätzlich belasten. Der Transformationsprozess bietet jedoch auch erhebliche Wachstumspotenziale für die Unternehmen und die Region Ostwürttemberg.

Hier setzt das Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg an. Die Koordination übernimmt die IHK Ostwürttemberg, in engem Schulterschluss mit den Projektpartnern der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO), dem Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V. (Biwe) und der IG Metall Aalen/Schwäbisch Gmünd/Heidenheim. Dabei werden die Partner im Rahmen des Förderprogramms „Transformationsstrategien für Regionen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit knapp 5 Mio. EUR gefördert.

„Mit dem Transformationsnetzwerk werden wir vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei den Veränderungsprozessen unterstützen. Durch neue Angebote wie zum Beispiel thematische Transformationswerkstätten, einem Fokus auf dem Wissens- und Technologietransfer und der Qualifizierung der Beschäftigten werden Unternehmen und Beschäftigte durch den Transformationsprozess begleitet“, so die Netzwerkpartner.

Ziel: Ostwürttemberg zur Referenzregion machen

Ziel sei es, gemeinsam mit den assoziierten Partnern, darunter Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter, Agentur für Arbeit und Job-Center, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Kommunen, Landkreisen, Verbänden, Kammern, der Start-up Region Ostwürttemberg, dem Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg neue Marktchancen aufzuzeigen, Partner für die Umsetzung zu vermitteln und möglichst vielen Unternehmen, vor allem kleinen und mittleren, neues Wissen und Know-how zugänglich zu machen. Um die Beschäftigten fit für die Transformation zu machen, sollen Qualifizierungskonzepte entwickelt und erprobt werden. Das Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg möchte auch überregionale Kontakte und Kompetenzen nutzen, unterhält beispielsweise Partnerschaften mit "eMobil BW" oder der "Agentur Q" und will sich zudem mit Netzwerken aus anderen Regionen verzahnen.

"Mit einem schlagkräftigen Team, das aus Projektmanagerinnen und -managern mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten besteht und zusätzlich durch die vorhandenen Personalkapazitäten der vier Projektpartner getragen wird", startet das Transformationsnetzwerk ab Oktober an den Standorten Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd. Das Netzwerk ist zudem Teil der Standortoffensive „Zukunft Ostwürttemberg“ und zielt darauf ab, die Region Ostwürttemberg zu einer Referenzregion für die erfolgreiche ökologische und digitale Transformation der Automobilzulieferer und des fahrzeugnahen Maschinenbaus zu machen.

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