Gewerkschaft fordert mehr Zollkontrollen auf der Ostalb

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Zollkontrolle

IG BAU spricht von 116 Verfahren gegen Unternehmen durch das Hauptzollamt Ulm im vergangenen Jahre.

Aalen. Das Hauptzollamt Ulm, das für den Ostalbkreis zuständig ist, hat im vergangenen Jahr 116 Verfahren gegen Unternehmen eingeleitet, weil Mindestlöhne unterschritten, gar nicht oder zu spät gezahlt wurden. Dabei verhängten die Beamten Bußgelder in Höhe von rund 516 000 Euro. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf eine Erhebung des Bundesfinanzministeriums für den Bundestagsabgeordneten Bernhard Daldrup (SPD). Demnach entfielen 29 Ordnungswidrigkeitsverfahren auf Baufirmen in der Region, gegen die Geldbußen von 220 000 Euro verhängt wurden.

„Die Zahlen zeigen, dass es viele Arbeitgeber mit der Bezahlung ihrer Beschäftigten nicht so genau nehmen. Der Zoll sollte daher auch im Ostalbkreis noch mehr Präsenz zeigen. Das Risiko für schwarze Schafe, bei einer Kontrolle erwischt zu werden, ist noch immer zu gering“, sagt Gerhard Neidling. Der Stuttgarter IG BAU-Bezirksvorsitzende verweist darauf, dass die Arbeit, die auf die Zolleinheit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) zukommt, mehr werde. Denn mit der geplanten Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro pro Stunde stiegen ab Oktober auch die Einkommen Tausender Menschen allein im Ostalbkreis.

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