Handwerk fordert Exitstrategie

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Die Hoffnung auf eine Erholung dank des Impfstarts hat sich zerschlagen. Das Handwerk fordert "Perspektive".

Ulm. Die Handwerkskammern haben einen Vorschlag für eine Exitstrategie erarbeitet. Dieser sieht eine teilweise Öffnung für Betriebe und Bildungseinrichtungen ab 15. Februar vor. "Es kann nicht einfach immer weiter und weiter so gehen. Es ist für sehr viele Betriebe jetzt Zwölf", so Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der HWK Ulm.

Die Lage der Betriebe verschärfe sich von Tag zu Tag, auch weil die Finanzhilfen des Bundes auf sich warten ließen oder nur teilweise ausgezahlt würden. "Deshalb wachsen im Handwerk der Unmut und das Unverständnis. Die Betriebe benötigen eine klare Perspektive: Sie brauchen die finanziellen Unterstützungsleistungen und Klarheit, wann und in welcher Form sie wieder öffnen dürfen." Sonst drohe die Stimmung zu kippen.

Im Gebiet der Handwerkskammer Ulm sind mehr als 3000 der 19 500 Betriebe von den Schließungen betroffen. In diesen Betrieben – hauptsächlich Friseur- und Kosmetikbetriebe – arbeiten 10 000 Beschäftigte. Die Kammer Handwerk schlägt deshalb ein schrittweises Vorgehen für Öffnungen vor – in Kombination mit Hygienekonzepten. Bei einer Inzidenz unter 100 sollen laut HWK alle Gewerke im Handwerk, also auch körpernahe Dienstleistungen wie Friseure und Kosmetiker, ihrer Tätigkeit wieder uneingeschränkt nachgehen dürfen.

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