Henkel stärkt Standort Bopfingen

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Das Henkel-Klebstoffwerk in Bopfingen.
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Die Belegschaft in dem Werk für Industrieklebstoffe soll aufgestockt werden. Der Fokus liegt auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Bopfingen

Mehr als sieben Millionen Euro investiert der Henkel-Konzern in den Jahren 2021 und 2022 in sein Werk am Fuß des Ipfs. „Bopfingen ist ein strategischer Zukunftsstandort für unser Klebstoffgeschäft“, betont Standortleiter Michael Roling. Die Industrieklebstoffe, die die Bopfinger Fabrikverlassen, sorgen mit ihren Technologien – allen voran den Hotmelts (Heißschmelzklebstoffe) sowie dem Purbond-Verfahren – für hochleistungsfähige Lösungen speziell in den Marktsegmenten Holz-, Möbel- und Verpackungsindustrie. Um fit in die Zukunft zu gehen, fokussiert sich Henkel in Bopfingen auf drei Kernbereiche: Beschäftigte, Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Als „Schlüssel zum Erfolg“, bezeichnet Roling die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Vordergrund stehe der Teamgedanke – er sorge für Zusammenarbeit und Zusammenhalt und treibe den Kulturwandel im Miteinander voran. Jede und jeder Einzelne könne ein „Gamechanger“ sein. Dafür fördere das Unternehmen die Kompetenzen seiner Belegschaft durch Schulungen, Weiterbildungen und individuelle Förderungen und bietet ein modernes Arbeitsumfeld, zu dem neben der verstärkten Nutzung von Home-Office auch medizinische Angebote wie Programme zu Gesundheitsvorsorge und Ergonomie am Arbeitsplatz zählen. Henkel in Bopfingen suche kontinuierlich nach Verstärkung, um den Standort in der Region mit einem starken Team kontinuierlich weiterzuentwickeln: Die Belegschaft soll aufgestockt werden.

Nachhaltigkeit als Ziel, Digitalisierung als Strategie

„Ziel ist, am Standort bis 2025 komplett klimaneutral zu sein und die ambitionierten Nachhaltigkeitsziele unseres Unternehmens zu unterstützen“, sagt Michael Roling. Auf Basis eines ganzheitlichen Ansatzes setzt der Standort auf Projekte zur Energieeinsparung, optimierte Prozesse und Betriebsabläufe sowie die Wiederaufbereitung und Wiederverwendung von Verpackungen – hier werden auch Lieferanten und Kunden einbezogen. Ein weiterer Baustein sei die Nutzung und Eigenproduktion von grüner Energie. Auch die Beschäftigten werden in Nachhaltigkeitsthemen geschult und aktiv mit Ideenkampagnen in den Entwicklungsprozess mit einbezogen.

Henkel Bopfingen setzt auf Vereinfachung, Standardisierung und Digitalisierung der gesamten Prozesslandschaft. Nach und nach werden die einzelnen Produktionsschritte digitalisiert. „Schon jetzt verfügen alle Beschäftigte über ein IPad“, sagt Standortleiter Roling. Dazu passt, dass es die Europlant, die große Produktionsstätte östlich der Kirchheimer Straße, gleich zweimal gibt. Einmal real, einmal als „plant in a pocket“, also als digitalen Zwilling der Fabrik „zum Mitnehmen“. Wer diese digitale Version der Fertigungsstätte besucht, kann sich nicht nur in 3D-Ansicht durch das ganze Werk bewegen: Er kann zukünftig an sogenannten „Points of interest“ auch aktuelle Maschinenmessdaten ablesen oder bei Umbauprojekten für etwaige Veränderungen ebenso die genauen Abmessungen und Dimensionen der Fabrik und des Standortes entnehmen.

 

Henkel in Bopfingen

  • Der international tätige DAX-Konzern Henkel mit Zentrale in Düsseldorf wurde 1876 gegründet und beschäftigt weltweit 52.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte Henkel einen Umsatz von mehr als 20 Milliarden Euro.  Henkel übernahm das 1893 gegründete Bopfinger Klebstoffwerk im Jahr 1995. 180 Beschäftigte sind hier tätig, davon zwei Drittel in der Produktion. Jährlich verlassen rund 60.000 Tonnen Industrieklebstoff das Werk. Die Produkte kommen je zur Hälfte für die Holz-/Möbelindustrie und in der Verpackungsbranche zum Einsatz. Für die Hotmelt-Technologie, die Heißklebstoffe, ist Bopfingen europaweit größter Produktionsstandort. Daneben fertigt der Standort Purmelt (Polyurethan)-Klebstoffe sowie wasserbasierte Klebstoffe (Dispersion), etwa sogenannte 3-D-Klebstoffe für Küchenfronten. Zudem ist Henkel Bopfingen auch bei Polyurethan Hochleistungsklebstoffen der Marke Purbond führend, die für tragende Holzkonstruktionen vor allem beim Bau klimagerechter Gebäude zum Einsatz kommen.

Ziel ist, am Standort bis 2025 komplett klimaneutral zu sein.“

Michael Roling, Standortleiter

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