Hensoldt: Bund steigt bei AG ein

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Grünes Licht vom Bundeskabinett: Der Staat erwirbt Anteile an der Hensoldt AG. Das sind die Gründe.

Oberkochen. Lange wurde über einen potenziellen Einstieg des Bundes beim Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt diskutiert, nun ist der Kauf beschlossen: Der Staat wird einen Anteil von 25,1 Prozent übernehmen und besitzt damit eine Sperrminorität. Heißt: Der Bund kann bei Abstimmungen einen bestimmten Beschluss verhindern, wenn qualifizierte Mehrheiten verlangt werden. Das hat seinen Preis: Das Aktienpaket kostet in Summe rund 400 Millionen Euro. Das Verteidigungsministerium hatte auf eine Übernahme der Anteile gedrungen und gegenüber Bundestagsabgeordneten auf "sicherheitspolitische Aspekte" verwiesen. Offenbar fürchtet man in Berlin, dass wichtiges Rüstungs-Know-how abfließen könnte.

Das Unternehmen mit Sitz in Taufkirchen bei München beschäftigt derzeit 5400 Menschen und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro. Die Firma betreibt auch in Oberkochen einen großen Standort mit rund 700 Mitarbeitern. Im September war Hensoldt an die Börse gegangen. Das Unternehmen liefert unter anderem Schlüsseltechnologien aus den Bereichen Sensorik und Krypto-Technik. 2017 hatte der US-Investor KKR die ehemalige Airbus-Tochter und -Radarsparte übernehmen und sein Engagement mit dem Börsengang vergoldet.

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