Herbstschwung setzt sich fort

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Vor allem im Handwerk gibt es viele freie Stellen und Ausbildungsplätze.

Die Zahl der Arbeitslosen in der Region sinkt weiter. Allerdings steigt die Zahl der Betriebe, die Kurzarbeit anmelden – wenn auch auf niedrigem Niveau.

Aalen

Die traditionelle Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt hält an, sowohl im Land als auch in der Region Ostwürttemberg. Im Land verzeichnet die Arbeitslosenquote einen Rückgang zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent im Oktober. In Ostwürttemberg zeigt sich der Arbeitsmarkt sogar noch robuster.

Die Zahl der Arbeitslosen. Die Zahl der Arbeitslosen ist in der Region auch im Oktober leicht gesunken - um 388 Personen auf 8525 Personen. Damit geht die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent zurück. „Besonders markant ist im aktuellen Monat die Entwicklung bei den 15- bis unter 25-Jährigen mit einem weiteren Rückgang um absolut 199 zum Vormonat,“ erklärt Claudia Prusik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur. „Vergleicht man die Gesamtzahl an Arbeitslosen mit dem Vorjahr, so verzeichnen wir einen Rückgang um 18,6 Prozent – die gute Entwicklung des Vormonates setzt sich also fort.“

Lage in den Kreisen. Die Arbeitslosenquote liegt im Ostalbkreis bei 3,1 Prozent, insgesamt sind 5559 Menschen ohne Arbeit, vom Jobcenter werden 2606 betreut. In Heidenheim sind es 2966 Arbeitslose, die Quote bei 4,0 Prozent und 1498 Job-Center-Betreute.

Freie Stellen. Im Oktober meldeten die Betriebe in Ostwürttemberg 731 Arbeitsstellen. Damit standen der Agentur und den Jobcenter im Oktober insgesamt 3265 Arbeitsstellen zur Besetzung zur Verfügung. Die meisten gemeldeten Stellen kamen aus dem Fertigungsbereich, dem Handel sowie dem kaufmännischen Bereich.

Kurzarbeit steigt. Während es viele neue Stellen und weniger Arbeitslose gibt, hat sich die Zahl der Betriebe, die Kurzarbeit „anzeigen“, also vorbereiten, erhöht. Insgesamt haben 28 Betriebe für 1.460 Beschäftigte Kurzarbeit anvisiert. Im September 2021 waren es 14 Betriebe für 227 Beschäftigte. Dabei handelt sich es sich jedoch nicht um fixe Werte. Diese stehen erst retrospektiv fest. Für den Monat April 2021 liegen der Arbeitsagentur endgültige Zahlen vor, da alle Melde- und Abrechnungsfristen zwischenzeitlich abgelaufen sind. Somit haben 1.603 Betriebe im April 2021 Kurzarbeit umgesetzt und mit der Agentur abgerechnet. 10 795 Personen befanden sich derzeit in Kurzarbeit. Die am stärksten betroffenen Bereiche sind die Gastronomie, der Einzelhandel und das verarbeitende Gewerbe, vor allem in der Metall- und Elektroindustrie. rs

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