Heubacher Modellbauer setzt auf Infektionsschutz

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Fabian Dürr, Stefan Holley und Andreas Haas-Köhnlein (von links) sind Geschäftsführer der FIrma Jenewein Modellbau und Formenbau, die nun Aerosol-Schutz fertigt und anbietet.
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Die Karl Jenewein Modellbau und Formenbau beliefert Schulen mit Vorrichtungen, die Aerosol-Übertragung verhindern.

Heubach

Eigentlich gehören zu den Kunden der Karl Jenewein Modellbau und Formenbau in Heubach die Gießereibranche, die Automotive- und Luftfahrtindustrie. Doch in Pandemie-Zeiten setzt das Unternehmen auf Infektionsschutz für Schulen und andere Einrichtungen, in denen Menschen ohne Mindestabstand beisammensitzen. Die einfach aufstellbaren oder montierbaren Kunststoffscheiben finden großen Anklang.

Zwei Gründe führt Geschäftsführer Fabian Dürr für das neue Geschäftsfeld an: "Zum einen hatten wir in der Coronakrise einen extremen Umsatzeinbruch, zum anderen haben wir uns überlegt, was wir beitragen können, um die Pandemie einzudämmen." So entstand die Idee für die Infektionsschutzscheiben. Die Vorrichtungen sind aus schwer zerstörbarem Material – beispielsweise Polycarbonat – gefertigt und können entweder feststehend an bis zu 60 Millimeter dicken Tischen montiert oder als Version mit Standfuß aufgestellt werden. Ebenso leicht, wie sie angebracht werden, können die Scheiben auch wieder entfernt werden.

Sechs Mitarbeiter kümmern sich um Infektionsschutz

Wir haben überlegt, was wir beitragen können, um die Pandemie einzudämmen.

Fabian Dürr Geschäftsführer

"Drei CNC-Fräsmaschinen sind mit der Produktion des Infektionsschutzes ausgelastet", sagt Dürr. Sechs der 30 Mitarbeiter in Heubach kümmern sich derzeit nur um das neue Geschäftsfeld. Auch die vier Auszubildenden zum Technischen Modellbauer sind eingebunden. Das Interesse bei Schulen ist groß, sagt Dürr. So hat die Firma beispielsweise die Zeppelin-Gewerbeschule in Konstanz ausgestattet. Der Probelauf ging in der Berufsschule auf dem Hardt in Schwäbisch Gmünd vonstatten. Auch nach Wasseralfingen haben die Heubacher geliefert.

"Wir haben schon relativ viele Vorrichtungen verkauft", sagt Dürr. Zusätzlichen Bedarf könne man aber ohne Weiteres bedienen. Es gelte vor allem, die Schulträger zu überzeugen: "Viele Schulen würden es gerne haben", berichtet Dürr, dessen Firma den Infektionsschutz nun deutschlandweit vermarktet, von seinen Erfahrungen.

Interessenten am Infektionsschutz können direkt mit der Firma Jenewein in Heubach Kontakt aufnehmen, Telefon 07173 926 16 - 0.

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