Hochschule und Technische Akademie starten IT-Projekt

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Die Projektmitarbeitenden der Hochschule Aalen und der Technischen Akademie.

Auch kleinere und mittlere Firmen sind immer häufiger Angriffen aus dem Netz ausgesetzt. Das Projekt soll helfen, die eigene IT-Sicherheit überprüfen zu können.

Aalen/Schwäbisch Gmünd

Angriffe auf die IT-Systeme von Firmen werden immer häufiger. So konstatierte der IT-Branchenverband BITKOM vor einiger Zeit, dass laut einer Umfrage 75 Prozent aller Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren schon einmal Opfer von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage waren. Dennoch unterschätzen viele kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) die Gefahr, die aus dem Netz droht. Zudem haben diese KMU aufgrund der Größe der Betriebe nur begrenzte personellen Ressourcen für die Umsetzung der IT-Sicherheit. Um dieses Problem anzugehen, haben sich die Hochschule Aalen und die Technische Akademie in Schwäbisch Gmünd zusammengetan – und das Projekt "BAKGame" gestartet.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat dem Förderantrag der Partner nun zugestimmt. Das gemeinsame Projekt, das die regionale Wirtschaft im Bereich der IT-Sicherheit unterstützen soll, ist bereits zum Jahreswechsel gestartet. Prof. Dr. Marcus Gelderie, der seitens der Hochschule Aalen die gemeinsame Projektleitung innehat, und Michael Nanz, Geschäftsführer der TA, freuen sich laut eigener Aussage, in den nächsten drei Jahren gemeinsam innovative Beratungs-und Schulungsmodule im Bereich der IT-Sicherheit zu entwickeln.

Sicherheit in der IT ist in vielen Fällen einfacher, als viele Menschen glauben.

Prof. Dr. Marcus Gelderie Hochschule Aalen

Gegenstand des Projekts ist es, der Zielgruppe die notwendigen Fähigkeiten zur selbstständigen Risikobewertung zu vermitteln und über relevante Maßnahmen aufzuklären, um die Absicherung der IT-Infrastruktur zu gewährleisten. "Sicherheit in der IT ist in vielen Fällen einfacher, als viele Menschen glauben. Wir wollen die Leute befähigen, die Schwächen ihrer IT selbst zu erkennen", so Projektleiter Gelderie. Durch die Erforschung neuartiger Aus- und Weiterbildungsangebote an KMU, sollen die "Awareness", also das Problembewusstsein, erhöht und die Skills (die Fähigkeiten) zur IT-Sicherheitsanalyse ebenfalls gewährleistet werden. Entsprechend ist Basis des Konzeptes der didaktische Ansatz "Gamification", um den Lerngegenstand zugänglich und vermittelbar aufzubereiten. Entsprechende Schulungskonzepte und Lernspiele werden in enger Kooperation mit den KMU entwickelt, erklärt TA-Geschäftsführer Michael Nanz.

Der direkte Mehrwert für die Unternehmen ergibt sich aus der kostenfreien Beratung und den entsprechenden Schulungen. Die Projektpartner profitieren durch neue Lerninhalte für Schulungs- und Weiterbildungsangebote und können ihre Profile in der Wissensvermittlung für den Bereich IT-Sicherheit weiter festigen. Interessierte KMU, damit sind auch Einzelunternehmer, Handwerker und weitere gemeint, können sich bei Interesse an einer Teilnahme melden, um ihre eigene IT-Sicherheit auf den Prüfstand zu stellen.

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