Hoffnung für Maschinenbau wächst

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Deutschlands Schlüsselbranche könnte sich im kommenden Jahr schneller erholen als zunächst erwartet.

Stuttgart. Zwar rechnet der Maschinenbauverband VDMA für das aktuelle Geschäftsjahr mit einem Produktionsminus, doch der Blick nach vorn wird zuversichtlicher. Der Verband prognostiziert 2021 einen realen Produktionszuwachs von vier Prozent und verdoppelt seine bisherige Prognose. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) geht von einem Plus von fünf bis zehn Prozent aus.

Für 2020 rechnen der Maschinenbauverband sowie die LBBW indes mit einem Einbruch von 14 Prozent. In den ersten zehn Monaten des Jahres lag das Minus bei 13,1 Prozent. Die Nachfrage verlief im dritten und zu Beginn des vierten Quartals aber besser als von Verband und LBBW erwartet. Im Oktober seien die Bestellungen sogar auf Niveau des Vorjahresmonats gewesen. Damit kommen die Firmen glimpflicher durch die Krise als 2009, als die Finanzkrise für den Einbruch des Produktionsvolumens um rund ein Viertel sorgte.

In absoluten Zahlen wird die Maschinenproduktion im Jahr 2020 von einem Rekordwert von 226 Milliarden Euro auf 194 Milliarden Euro fallen. Das entspricht laut VDMA dem Niveau von 2012. Im kommenden Jahr erwartet der VDMA 202 Milliarden Euro, die LBBW rechnet mit maximal 213 Milliarden Euro. Klar scheint auch: Das Vorkrisenniveau ist somit bestenfalls erst 2022 wieder erreichbar.

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