Hussel-Filialen: Wie es weitergeht

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Der Hussel-Laden am Aalener Marktplatz.
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Der Süßwarenhändler mit erfolgreichen Läden in Aalen und Gmünd will eine Sanierung in Eigenverwaltung.

Aalen. Die Deutsche Confiserie Holding, zu der die Unternehmen Hussel, Eilles und Arko gehören, hat Insolvenz beantragt. Beabsichtigt ist ein Verfahren in Eigenverwaltung unter dem sogenannten Corona-Schutzschirm. Der Süßwarenhändler, der unter anderem Pralinen, Gebäck und Tee anbietet, betreibt auch zwei Hussel-Läden in Aalen und Schwäbisch Gmünd. Die Filialen am Aalener Marktplatz und in der Gmünder Bocksgasse bleiben zunächst weiter geöffnet, wie eine Konzernsprecherin auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte.

In Aalen und Gmünd sind insgesamt sieben Mitarbeiter beschäftigt. "Aktuell läuft der Geschäftsbetrieb erst einmal ganz normal weiter. Wir haben an den Standorten auch weiterhin für unsere Kunden geöffnet", so die Konzernsprecherin. Grundsätzlich zählten die Filialen in Aalen und Gmünd zu den ertragreicheren in der Gruppe: "Nur mit dem weiteren unplanbaren Verlauf der Pandemie werden die Standorte mit den Entwicklungen in den Städten und Centern und des Einzelhandels vor Ort neu bewertet werden müssen", erklärt die Sprecherin.

Als Grund für den Insolvenzantrag nennt das Unternehmen Umsatzeinbrüche wegen der Coronakrise. Selbst, wenn die Geschäfte im zweiten Lockdown offen bleiben konnten, so "blieb der Umsatz aufgrund der nur sehr gering frequentierten Einkaufsstraßen und Shopping-Center aus", so das Unternehmen. Unter den Marken arko, Eilles und Hussel werden bundesweit rund 300 eigene Filialen betrieben. Hinzu kommen Franchisebetriebe in Deutschland und Tschechien sowie rund 4000 zusätzliche Verkaufsstellen im Lebensmitteleinzelhandel und Bäckereien. Die Gruppe beschäftigt rund 1600 Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von 140 Millionen Euro.

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