IG Metall Aalen wählt neues Duo an die Spitze der Gewerkschaft

  • Weitere
    schließen
+
Die Delegierten der IG Metall wählten Andrea Sicker (4. von links) und Josef Mischko (ganz rechts) zu Ihren beiden Bevollmächtigten.

Wie erwartet wählen die Arbeitnehmervertreter Andrea Sicker zu ihrer neuen Ersten Bevollmächtigten. Der Zweite an der Spitze ist ein alter Bekannter.

Aalen

Die Delegiertenversammlung der IG Metall Aalen hat Andrea Sicker mit 97 Prozent zur neuen Ersten Bevollmächtigten gewählt. Josef Mischko wurde mit knapp 90 Prozent als Zweiter Bevollmächtigten bestätigt. In ihrer Rede vor den Delegierten machte Sicker klar, dass die IGM Aalen in den vergangenen Jahren viele Zeichen in der Region gesetzt hat und mit einer starken IG Metall weiter zu rechnen sei. Sie dankte den Metallern für ihr Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz, allen voran dem ehemaligen Ersten Bevollmächtigten Roland Hamm und Josef Mischko.

Zudem kündigte die neue Geschäftsführerin an, den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Stabilität der Geschäftsstelle zu setzen. Gerade jetzt in unruhigen Zeiten brauche es einen starken Partner an der Seite der Beschäftigten. Dabei stehe insbesondere die IG Metall für Beschäftigungssicherung, gute Tarifverträge und pragmatische Zukunftslösungen.

Seit Frühjahr 2020 stehe die Corona-Pandemie im Zentrum der Metaller. Schlagartig mussten sowohl die Beschäftigten als auch die Betriebsräte teilweise auf Homeoffice umschalten, um die Ansteckungsketten zu unterbrechen. In den nächsten Monaten werde es vor allem darum gehen, neue und bestehende Instrumente zu nutzen, um Beschäftigung in den Betrieben zu sichern. Sicherheit für die Beschäftigten in unsicheren Zeiten sei das vorrangige Ziel. "Denn nur mit starken Betriebsräten und einer starken IG Metall können Schutzdämme für Beschäftigte und Betriebe gebaut werden", betonte der Zweite Bevollmächtigte Josef Mischko.

Die neue Geschäftsführung will beim Thema Beschäftigungssicherung auch auf die Fortsetzung des erfolgreichen industriepolitischen Dialogs setzen: "Unsere Beschäftigten stehen vor vielen Fragen, wie ihre Zukunft aussieht. Wir werden als IG Metall Aalen weiter den Dialog zu den politischen Gremien und den Sozialpartnern vor Ort pflegen, um gemeinsam die sozialökologische Transformation zu gestalten und dabei neue Betätigungsfelder für unsere Kolleginnen und Kollegen auf der Ostalb zu schaffen", erklärt Mischko weiter.

Es braucht verbindliche Transformationspläne der Industrie!

Andrea Sicker Erste Bevollmächtigte der IG Metall

Sicker fasst die Forderungen der Metaller zusammen: "Selbstverständlich braucht es jedoch auch verbindliche Transformationspläne seitens der Industrie!" Auch der Staat sei gefordert, mit seiner Steuerung und den Finanzen. "Wir fordern eine entschlossene Politik, die schlussendlich sowohl den Menschen, der Konjunktur als auch dem Klimaschutz nützt."

Wegen der Corona-Pandemie musste die ursprünglich für April geplante konstituierende Delegiertenversammlung verschoben werden und konnte erst jetzt unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln in der Limeshalle in Hüttlingen durchgeführt werden.

Im Anschluss an die Wahl der beiden Bevollmächtigten wählten die Delegierten ihre 13 ehrenamtliche Mitglieder aus den Betrieben der Region in den Ortsvorstand, sowie die Mitglieder für verschiedene Tarifkommissionen. Die ausscheidenden Mitglieder aus dem Ortsvorstand wurden abschließend gebührend verabschiedet.

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft Regional

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL