IG Metall: Andrea Sicker wechselt zurück nach Bayern

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Andrea Sicker Archiv-

Nur wenige Monate nach Amtsantritt kehrt die Erste Bevollmächtigte der Ostalb-Wirtschaft wieder den Rücken. Wer ihr kommissarischer Nachfolger wird.

Aalen

Der Wechsel kommt überraschend. Nur wenige Monate nachdem Andrea Sicker als Erste Bevollmächtigte der IG Metall Aalen/Schwäbisch Gmünd gestartet ist und auf Roland Hamm folgte, verlässt sie die Ostalb wieder. Das teilte die IG Metall nun mit. Sie wechselt zurück nach Bayern. Persönliche und gesundheitliche Gründe hätten zu der Entscheidung geführt, innerhalb der IG Metall einen neuen Weg zu gehen, so die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung.

Sicker sei die Entscheidung "überhaupt nicht leicht gefallen", so die Gewerkschaft. Denn obwohl die Fränkin in einer turbulenten Zeit auf der Ostalb gestartet ist, habe sie schnell in der regionalen Gewerkschaftsarbeit Fuß fassen können und sich gemeinsam mit den Metallerinnen und Metaller für die Sicherung von Beschäftigung und gute Zukunftslösungen eingesetzt. "Ich habe hier auf der Ostalb in kurzer Zeit viel erlebt und viele tolle, engagierte Menschen kennengelernt. Dafür bin ich sehr dankbar. Gerne wäre ich hier weiter an der Seite der Beschäftigten gestanden, um gemeinsam mit ihnen und einer starken IG Metall die Herausforderungen der Zukunft zu gestalten", wird Sicker zitiert.

Die dadurch entstehende Lücke in der IG-Metall-Führung auf der Ostalb wird durch Kai Burmeister geschlossen. Er übernimmt kommissarisch die Stelle des 1. Bevollmächtigten, um gemeinsam mit den beiden 2. Bevollmächtigten Josef Mischko und Peter Yay-Müller die Geschicke der jeweiligen IGM-Geschäftsstelle zu lenken. Burmeister ist derzeit im Team der IGM Bezirksleitung Baden-Württemberg und bekannt als Automobilexperte.

Ich habe hier auf der Ostalb in kurzer Zeit viel erlebt.

Andrea Sicker IG Metall

Burmeister ist dort zuständig für die Schwerpunkte Landespolitik, Automobilindustrie sowie Betriebspolitik. Er erklärt: "Sicherheit und Fairness in den Betrieben gibt es nur mit einer starken IG Metall. Ich freue mich darauf, zusammen mit den aktiven Betriebsräten und Vertrauensleuten und dem Team der Geschäftsstellen auf der Ostalb gemeinsam an dieser Aufgabe zu arbeiten. Unsere Mitglieder können sich auf uns verlassen!"

Der Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg Roman Zitzelsberger ergänzt: "Die Handlungsfähigkeit der IG Metall vor Ort und in den Betrieben ist weiterhin gewährleistet. Das ist wichtig, damit letztendlich die Solidarität gewinnt. Ich danke Andrea Sicker für ihren Einsatz und wünsche ihr von ganzem Herzen alles Gute für ihre Gesundheit und die neue Aufgabe. Für die anstehenden Tarifrunden, die Transformation und die Bewältigung der Corona-Krise ist die örtliche IG Metall gut vorbereitet."

Sicker hatte vor einigen Monaten die Nachfolge von Roland Hamm angetreten, der in den Ruhestand gegangen war. Gemeinsam hatten beide unter anderem die Einigung bei Bosch Automotive Steering in Schwäbisch Gmünd verhandelt. Der Stuttgarter Konzern baut an diesem Standort in den kommenden Jahren rund 1800 Stellen ab. Sicker war zuvor als Gewerkschaftssekretärin in der Geschäftsstelle Schweinfurt tätig, wo sie unter anderem die Unternehmen Bosch-Rexroth in Schweinfurt sowie Preh und PIA in Bad Neustadt betreute. Sie ist seit 2012 hauptamtlich bei der IG Metall beschäftigte. Zuvor war die gebürtige Fränkin stellvertretende Betriebsratsvorsitzende im Schaeffler-Konzern, wo sie ihre Ausbildung absolviert hatte.

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