IHK: Azubis trotz Corona dringend gesucht

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Trotz Corona sind Auszubildende gefragt.

Heidenheim.

Die Pandemie hat das Zusammenfinden von Betrieben und Jugendlichen erschwert. Auch 2021 konnten einige Betriebe ihre angebotenen Ausbildungsplätze nicht besetzen. Das teilt die Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg mit. Für die Unternehmen gelte es daher, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen, neue Strategien zur Azubigewinnung zu entwickeln. Ziel sei, auch Jugendlichen eine Chance zu geben, die nicht so gute Schulabschlüsse haben, aber motiviert und engagiert sind.

„Die Unternehmen stehen weiterhin in der Verantwortung für die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler. Wenn Betriebe weniger oder keine Bewerbungen erhielten, dann stünden sie mit dem Rücken zur Wand, erläutert Rentschler. Denn die Bereitschaft zur dualen Ausbildung der Unternehmen ist nach wie vor sehr hoch. „Den Betrieben ist bewusst, dass sie ihre zukünftigen Fachkräfte zum großen Teil nur über die duale Berufsausbildung bekommen“, sagt Rentschler.

Für das nächste Ausbildungsjahr laufe die Bewerbungsphase bereits auf Hochtouren. Wer sich noch nicht beworben hat, solle sich in den nächsten Wochen dran setzen und Bewerbungen schreiben. Neben dem absoluten Traumberuf lohnt sich der Blick auf andere Berufsbilder. Oft gibt es verwandte Berufe die genauso interessante Inhalte haben. „Industriemechaniker, Mechatroniker oder Industriekauffrau sind bei den Jugendlichen die absoluten Renner und deshalb auch sehr schnell vergriffen“, gibt Thilo Rentschler als Tipp den jungen Bewerbern mit auf den Weg. „Außerdem rate ich allen Ausbildungsinteressierten, Kontakt mit unseren Ausbildungsberatern bei der IHK Ostwürttemberg aufzunehmen. Eine ausführliche Beratung kann bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützen, aber auch ganz neue und spannende berufliche Perspektiven aufzeigen“, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Unterstützung der Betriebe durch „Ausbildungsplätze sichern“

Ausbildungsbetriebe können die Ausbildungsprämie oder andere Förderungen aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beantragen. Das Programm wurde auf das Ausbildungsjahr 2021/22 verlängert und richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die von der Corona-Krise stark betroffen sind.

Der Ausbildungsmarkt habe sich zum Bewerbermarkt umgekehrt. Die Chancen für Jugendliche, einen Ausbildungsplatz zu erhalten, seien so gut wie nie. Deshalb sollten an einer dualen Berufsausbildung Interessierte die Chance nutzen und so schnell wie möglich ihre Bewerbung an einen regionalen Ausbildungsbetrieb schicken. „Über Betriebe, die ausbilden, informiert die IHK Ostwürttemberg sehr gerne“, sagt Rentschler. Zudem gibt es das Ausbildungsmagazin „läuft“, das bei der IHK Ostwürttemberg erhältlich ist oder auf der Homepage unter www.ostwuerttemberg.ihk.de heruntergeladen werden kann. In der Broschüre gibt es einen Ausbildungsatlas, in der alle Ausbildungsbetriebe aufgeführt sind, die aktuell Auszubildende suchen.

Die Ausbildungsberater der IHK sind unter Tel. 07321 324-157 oder das Team Berufsorientierung unter Tel. 07321 324-138 bzw. bildungsprojekte@ostwuerttemberg.ihk.de erreichbar und sehr gerne behilflich.

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