IHK senkt ihren Beitrag

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Foto: IHK BU: Bei der Online-Sitzung (v.l.): stellv. IHK-Hauptgeschäftsführer und Leiter Recht Thorsten Drescher, IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler, IHK-Präsident Markus Maier und Bernd Engelhart, Leiter Zentrale Dienste.

Weil die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Region besser war als prognostiziert, wurde eine Umlagesenkung auf 0,25 Prozentpunkte der Gewerbeerträge beschlossen.

  • Offensive Zukunft Ostwürttemberg
  • Bei der Vollversammlungssitzung wurden die Mitglieder über die Auftaktveranstaltung vom 8. November sowie den Stand der Offensive „Zukunft Ostwürttemberg“ informiert. „Die Region macht sich auf den Weg, die Transformationsprozesse der Unternehmen aktiv zu begleiten. Angelehnt an die Zukunftsinitiative Mitte der 1990-er Jahre stehen jetzt gewaltige Herausforderungen an: Digitalisierung, Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften bestimmen das wirtschaftliche Handeln zunehmend“, sagte IHK-Präsident Markus Maier. „Durch Arbeitsgruppen aufbereitet, möchte die Region in den kommenden Monaten Antworten auf die wichtigsten Zukunftsfragen bieten – und zwar im engen Schulterschluss der regionalen Kooperationspartner, insbesondere mit den Landkreisen Ostalb und Heidenheim“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.

Unser Service für die Unternehmen steht an erster Stelle.“

Markus Maier, IHK-Präsident

Heidenheim

In ihrer letzten Sitzung der Wahlperiode 2017 bis 2021 hat die Vollversammlung der IHK Ostwürttemberg im Online-Format neben dem Wirtschaftsplan für 2022 die Auswirkungen der Pandemie sowie die Aktivitäten innerhalb der Initiative „Zukunft Ostwürttemberg“ erörtert. Am 11. Januar wird sich die im Oktober neu gewählte IHK-Vollversammlung für die Wahlperiode 2022 bis 2026 konstituieren. „Der Beschluss über die Wirtschaftsplanung für 2022 war jedoch den noch amtierenden Vollversammlungsmitgliedern vorbehalten“, sagte IHK-Präsident Markus Maier. Auf Vorschlag des Präsidiums beschloss die Vollversammlung für 2022 eine Reduzierung des Beitragshebesatzes um 0,01 auf 0,25 Prozentpunkte des Gewerbeertrags.

„Unser Service für die Unternehmen steht an erster Stelle. Und wir wollen uns aktiv in den Transformationsprozess der regionalen Wirtschaft einbringen“, erklärte IHK-Präsident Markus Maier.

Der IHK-Präsident ging auf die aktuelle konjunkturelle Situation ein. Ungeachtet der Pandemie sei der Fachkräftemangel derzeit größer als vor dem Ausbruch von Corona. „Nach Medienberichten wird dadurch die Wirtschaftsleistung um rund 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gebremst. Ob durch das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz eine gewisse Abhilfe geschaffen werden kann, muss sich zeigen“, betonte Maier. Er ging zudem auf die Lieferketten-Problematik sowie die zuletzt gestiegene Inflationsrate ein. 54 Prozent der Unternehmen in Deutschland planten, ihre Lieferketten anzupassen und dabei auch neue Lieferanten zu suchen. Nachdem neue Beschränkungen aufgrund der Pandemielage zu erwarten seien, habe das Kabinett Merkel die Corona-Hilfen sowie die Kurzarbeiterregelungen richtigerweise bis Ende März 2022 verlängert. Von den Vollversammlungsmitgliedern wurden die aktuellen Auswirkungen von Corona in der Online-Sitzung intensiv und facettenreich diskutiert.

Einnahmen bei den Beiträgen stabil gehalten

Das Geschäftsjahr 2020 schloss mit einem positiven Ergebnis von 544 000 Euro. Rund 711 000 Euro wurden dabei dem sonstigen Eigenkapital zugeführt. Der Prüfbericht der Rechnungsprüfungsstelle habe uneingeschränkt bestätigt, dass die IHK Ostwürttemberg die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit beachtet und die Beitragsmittel entsprechend verwendet habe.

Im laufenden Geschäftsjahr 2021 sei nach aktuellen Berechnungen mit einem gegenüber der Planung positiveren Jahresergebnis von 713 000 Euro zu rechnen. Das sonstige Eigenkapital (Baurücklagen für das IHK-Gebäude) verringere sich dabei planmäßig um 830 000 Euro. „Es musste aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung bei vielen Mitgliedsunternehmen 2021 im Wirtschaftsplan der IHK nicht nachgesteuert werden“, betonte Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.

Der Wirtschaftsplan 2022 sei weiterhin geprägt von Unsicherheiten durch die Pandemie und den resultierenden Reaktionen auf den Weltmärkten, so die IHK. Der Plan sieht die restlichen Sanierungsmaßnahmen am Gebäude in Heidenheim von rund 238 000 Euro vor. Die Erträge durch Beiträge und sonstige betriebliche Erträge sind leicht rückläufig prognostiziert und so im Wirtschaftsplan für 2022 dargestellt.

Dennoch bleibe aufgrund der besseren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Region als der prognostizierten eine Umlagesenkung auf die 0,25 Prozentpunkte der Gewerbeerträge möglich. „Die Einnahmen bei den Beiträgen können damit stabil gehalten werden“, betonte Rentschler. Die Vollversammlung beschloss die Wirtschaftssatzung 2022 und den Wirtschaftsplan 2022 in der vorgelegten Fassung einstimmig.

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