IHK warnt vor einem Fachkräftemangel

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Auf der Ostalb werden qualifizierte Fachkräfte gesucht.

Aktuell gibt es in der Region zwar einen Überschuss an Fachkräften, doch das wird schon bald ändern.

Heidenheim. Wegen der Corona-Pandemie haben Firmen im Land und auch in der Region derzeit ein Überangebot Fachkräften. Laut der IHK steht in Ostwürttemberg dem Angebotspotenzial in Höhe von 157 000 Fachkräften derzeit eine Nachfrage in Höhe von rund 153 000 gegenüber. „Aktuell ist die Fachkräftenachfrage noch durch die Folgen der Pandemie gedämpft“, erklärt Katrin Mager, Referentin Standort bei der IHK. Auch für das kommende Jahr rechnet die Kammer mit einem rechnerischen Überangebot. Doch das wird sich bald ändern.

Zwar sinkt der Bedarf der Firmen in den kommenden Jahren kontinuierlich, noch stärker jedoch nimmt die Zahl der verfügbaren Fachkräfte ab, etwa wegen der alternden Gesellschaft. Für das Jahr 2035 wird ein Engpass in Höhe von 33 000 Fachkräften prognostiziert. Während das Angebotspotenzial um etwa 27 Prozent sinkt, sinkt die Nachfrage nach Fachkräften nur um etwa vier Prozent“, so Mager. Bereits jetzt gebe es Engpassberufe.

In Zukunft werde die Nachfrage nach Fachkräften in dienstleistungsorientierten Berufen stärker, während jene nach technische Berufsgruppen, etwa aus dem produzierenden oder verarbeitenden Gewerbe, sinke. Mager: „Ein Haupttreiber dieser Entwicklung ist mit Sicherheit die Automatisierung von Arbeitsschritten und die Digitalisierung der Arbeitswelt.“ Demgegenüber stehen Berufe in der technischen Forschung und Entwicklung, die nach wie vor stark in der Region nachgefragt werden sein dürften.

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