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Kein leichter Start

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Bernhard Hampp
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Dem neuen Team der IG Metall Aalen und Schwäbisch Gmünd ist ein rundum guter Start zu wünschen

Aalen. Dem neuen Team der IG Metall Aalen und Schwäbisch Gmünd mit Tamara Hübner als gemeinsamer Erster und Heike Madan als gemeinsamer Zweiter Bevollmächtigter ist ein rundum guter Start zu wünschen. Leicht wird dieser sicher nicht: Knapp einen Monat, nachdem die beiden von den Delegiertenversammlungen der beiden Geschäftsstellen gewählt wurden, müssen sie womöglich einen Arbeitskampf anführen, der es in sich hat.

Die größte und wichtigste Gewerkschaft auf der Ostalb fordert acht Prozent mehr Lohn, um der galoppierenden Inflation wenigstens ein bisschen entgegenzusetzen. Die Arbeitgeber verweisen darauf, dass ihnen das Wasser angesichts von Lieferkettenengpässen und Energiekrise selbst bis zum Hals steht.

Für die Gewerkschafterinnen gilt es, die Belegschaften in den Metall- und Elektrobetrieben der Ostalb auf ihren Kurs einzuschwören und zu mobilisieren. Das – man muss es so deutlich sagen – haben die beiden ausgeschiedenen Zweiten Bevollmächtigten, Josef Mischko und Peter Yay-Müller, hervorragend beherrscht. Dass diese beiden Urgesteine der IG Metall im Sommer überraschend sowie sang- und klanglos aus ihren Ämtern verschwunden sind und bis heute nicht gebührend verabschiedet wurden: Dafür können weder Tamara Hübner noch Heike Madan irgendetwas. Sie müssen das Schiff IG Metall Aalen und Gmünd jetzt durch schwere See steuern. Bernhard Hampp

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