Klares Votum für Fusion

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Der designierte Vorstand der VR-Bank Schwäbischer Wald (v.l.) Karl-Thomas Starke, Thomas Bareiß, Daniela Nirk und Oliver Seibold.
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Der Weg ist frei: Die Mitglieder der Raiba Mutlangen und der Volksbank Welzheim haben sich für die Fusion zur VR-Bank Schwäbischer Wald entscheiden. 

Mutlangen. Die geplante Fusion der Raiffeisenbank Mutlangen und der Volksbank Welzheim zur VR-Bank Schwäbischer Wald hat zwei wichtige Hürden genommen. Zunächst stimmte die Generalversammlung der Raiba dem Zusammenschluss zu, zwei Tage folgten die Genossen der Welzheim. Die Ergebnisse der Abstimmung waren eindeutig.

So votierten in Mutlangen 98,4 Prozent der vertretenden Mitgliederstimmen für die Fusion, in Welzheim lag der Wert bei 98,2 Prozent. Somit können beide Banken die technische Fusion wie geplant zum Oktober vollziehen. Die „richtige“ Fusion wird dann rückwirkend zum 1. Januar 2022 in Kraft treten. „Wir wollen die Herausforderungen aktiv und gestaltend annehmen“, erklärten die beiden Vorstände der Raiba, Thomas Bareiß und Oliver Seibold. Beide werden Mitglied des neuen Vorstandsgremiums. Bareiß wird diesem als Sprecher vorstehen.

Bei der Generalversammlung in Mutlangen wurden die Gründe für die Fusion erneut kommuniziert. So reagieren die beiden Genossenschaftsbanken mit dem Zusammenschluss auf die politischen Veränderungen, die weiter zunehmende Regulatorik in der Branche, veränderte Kundenanforderungen etwa im Hinblick auf die Digitalisierung, den verschärften Wettbewerb außerhalb des traditionellen Bankwesens sowie die Entwicklungen der Zinspolitik. „Wir wollen unsere Stärken bündeln, um die Herausforderungen von morgen gemeinsam zum Wohle unserer Mitglieder und Mitarbeiter sowie für die Region zu meistern“, so Bareiß.

Mit der Fusion will die Bank auch auf den Fachkräftemangel reagieren. „Die Mitarbeiter können sich nun entsprechend den Abforderungen weiter spezialisieren, wir haben endlich wieder Vertreterregelungen, schlicht: Wir brauchen jeden und jede“, erläutert Seibold. Zudem könne eine größere Bank mit gewachsenem Volumen auch größere Firmenkunden als bislang betreuen.
Beide sind mit einer Bilanzsumme von jeweils rund einer halben Milliarde Euro ähnlich groß. Das Geschäftsgebiet der neuen Bank reicht von Eschach im Osten bis nach Allmersbach im Tal nach Westen. Bereits bei der Ankündigung, über eine Fusion zu verhandeln, hatten die Vorstände beider Institute auf die langjährige Zusammenarbeit verwiesen. Die Fusion, so der Tenor damals, sei eine auf Augenhöhe. „Es gibt eine hohe Konsensfähigkeit, was die Ziele und Vorstellungen für die Zukunft der künftigen Bank betreffen“, erklärt Bareiß, dessen Vertreter im neuen Vorstand der bisherige Vorstandssprecher der Volksbank Welzheim, Karl-Thomas Starke, sein wird. Ebenfalls dem Vorstand angehören wird Daniela Nirk.

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