Klier: auch Ostalb-Filialen betroffen

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Deutschlands größte Friseurkette drücken Millionenschulden. Insolvenzverwalter kämpft nun um den Fortbestand.

Aalen. Die bundesweit tätige Friseurkette Klier steckt nun offiziell in der Insolvenz. Das Amtsgericht Wolfsburg hat das Verfahren eröffnet, nachdem das kriselnde Unternehmen bereits seit drei Monaten versucht hatte, sich in einem sogenannten Schutzschirmverfahren zu sanieren. Grund sind die Umsatzeinbußen in Folge der Corona-Pandemie. Die Kette hatte Staatshilfen erhalten, allerdings reichte das nicht aus, um das Unternehmen ausreichend solide aufzustellen, die geschäftsführenden Gesellschafter Michael und Robert Klier mussten zunächst das Schutzschirmverfahren beantragen. Im Ostalbkreis betreibt das Unternehmen Standorte in Mutlangen, Abtsgmünd, Aalen, Ellwangen-Neunheim. Auch in Heidenheim gibt es zwei Salons.

Die bisherige Geschäftsleitung bleibt im Amt, wird mit Detlev Specovius, Fachanwalt für Insolvenzrecht und Sanierungsexperte von Schultze & Braun, erweitert. Specovius hatte unter anderem die Lindenfarb bereits als Insolvenzverwalter geführt. Wie viele der 1400 Standorte und 8500 Jobs auf der Kippe stehen, ist unklar. "Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es unseriös zu sagen, wie viele Filialen geschlossen und wie viele Mitarbeiter entlassen werden müssen, da wir noch mit den Vermietern der einzelnen Standorte verhandeln", so Specovius. Auch das dürfte bei den regionalen Filialen nun anstehen.

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