Kreisbau auf Wachstumskurs

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Eines der zahlreichen Projekte der Kreisbau: ein Neubau in Lindach.

Der Immobilienboom macht sich auch in der Bilanz der Kreisbau Ostalb bemerkbar. Auch die Corona-Pandemie stört die Entwicklung nicht. Die Kreisbau plant bereits fürs kommende Jahr.

Aalen

Die Kreisbaugenossenschaft Ostalb hat im Geschäftsjahr 2019 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. In allen Geschäftsfeldern habe man Zuwächse generiert, so das Unternehmen, das von einer starken Nachfrage nach Mietwohnungen und Neubauwohnungen profitierte. Das macht sich in der Bilanz bemerkbar. So hat die Kreisbau zum einen Jahresüberschuss von 850 000 Euro erzielt. Zudem ist das Unternehmen gesund finanziert. Die Eigenkapitalquote liegt bei 31 Prozent, das Bilanzvolumen bei 57,1 Millionen Euro.

"Gerade die hohe Qualität der Neubauobjekte ist ein Markenzeichen unseres Unternehmens", betont Vorstand Georg Ruf. Im Jahr 2019 habe man das Neubauprojekt "Wohnen am Rosenstein" in Heubach mit einem Bauvolumen von 7,2 Millionen Euro an die Eigentümer übergeben. Die Bauarbeiten im Stadtoval Aalen mit einem Gebäudeensemble bestehend aus 26 Wohnungen seien 2019 vorangetrieben und in den vergangenen Monaten abgeschlossen worden. Im Sommer 2019 hatte die Kreisbau mit dem Neubauprojekt "Wohnen an der Lindensteige" in Essingen begonnen. Hier entstehen in Bauträgerschaft der Genossenschaft zwei Mehrfamiliengebäude mit einer integrierten ambulant betreuten Wohngemeinschaft. Die Projekte haben ein Volumen von 19,5 Millionen Euro. Weitere Neubauprojekte sind laut Ruf in der Planungs- und Umsetzungsphase. Die Kreisbau engagiert sich kreisweit in den Räumen Aalen, Gmünd und Ellwangen.

Die Kreisbau Ostalb hat rund 650 Wohn- und Gewerbeeinheiten im Bestand und betreut weitere 650 Immobilien für Dritte. Zum Bilanzstichtag standen nur sechs Wohnungen leer, die jedoch alle nur wegen notwendiger Sanierungen. Bereits seit Jahren verzeichnet die Kreisbau laut Ruf kaum Leerstände. Die Sanierungen der Bestandsgebäude zeigten Wirkung. Die Fluktuationsrate ist gesunken. Aktuell beträgt die durchschnittliche Mietdauer bei der Genossenschaft elf Jahre, Mietverhältnisse, die bis zu 60 Jahre dauern, seien nicht selten. "Als Genossenschaft haben wir den Auftrag einer sicheren und sozial verantwortbaren Wohnraumversorgung. Die Werte, wie lebenslanges Wohnrecht und die damit verbundene Fürsorgepflicht unseren Mietern gegenüber, spielen eine große Rolle", so Ruf.

Besonderes Augenmerk schenken Bauträger wie die Kreisbau der Digitalisierung. Unter dem Schlagwort Smart Home werden Wohnungen und Objekt vernetzt und automatisiert. Die Kreisbau investiert überdies in die eigene Digitalisierung. So seien Smart-Home-Technologien in den Neubauten sind heute genauso selbstverständlich wie das digitale Bewerbungsverfahren für eine Kreisbauwohnung. Die Kreisbau hat ihre Webseite im Jahr 2019 neu gestaltet. In den nächsten Wochen geht die Kreisbau-App online. Man wolle so einen unmittelbaren und schnellen Verbindungskanal zu Kunden schaffen, wie der Vorstand erklärt.

Die hohe Qualität der Neubauobjekte ist ein Markenzeichen unseres Unternehmens.

Georg Ruf Vorstand Kreisbau Ostalb

Ebenfalls gewachsen ist der Bereich Immobilienmanagement. Für Dritte verwaltet die Kreisbau Wohnungen und Objekte. Die Zahl der verwalteten Wohnungen stieg gegenüber dem Vorjahr. "Dies ist vor allem auf die rege Neubautätigkeit der Genossenschaft zurückzuführen, da die fertiggestellten Objekte ebenfalls in die eigene Verwaltung der Kreisbau Ostalb übergehen. Schon allein dadurch ist", erklärt der nebenamtliche Vorstand Ottmar Schweizer, "mit einem weiteren Wachstum der Geschäftssparte in den kommenden Jahren zu rechnen."

Ein weiteres Geschäftsfeld bildet die kaufmännische und technische Verwaltung sowie die Zwischenvermietung von Wohnungen privater Eigentümer. In diesem Segment habe sich die Kreisbau zu einem Anbieter von Dienstleistungen für private Investoren entwickelt, so der Vorstand. Zwischenzeitlich werden von der Kreisbau 655 Immobilien für private Eigentümer umfassend betreut, gegenüber 2018 ein Plus von 15 Prozent.

Dennoch macht sich die Corona-Krise in der Immobilienwirtschaft bemerkbar. "Wir haben", sagt Ruf, "in unserem Unternehmen jedoch aktuell keine maßgeblichen Beeinträchtigungen. Mit unseren Mietern wurden im Bedarfsfall sozialverträgliche Zahlungsmodelle entwickelt." Aufgrund der Kontaktbeschränkungen wurden die Eigentümerversammlungen auf den Herbst verschoben. Der Immobilienboom setzt sich nach Ansicht der Kreisbau trotz Pandemie fort. Die Nachfrage nach Neubauwohnungen sei nach wie vor stark, konstatiert Ruf. Dies zeigten die Aktivitäten am Markt bei dem gerade begonnenen Neubauvorhaben in Iggingen. Die aktuellen Neubauvorhaben liegen im Zeitplan. Für das Jahr 2021 sind weitere Projekte in Gmünd und in Ellwangen eingeplant.

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