Lindenfarb darf Sanierung selbst regeln

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Amtsgericht Aalen genehmigt Insolvenzverfahren – Eigenverwaltung beim Textilveredler.

Aalen. Das Amtsgericht Aalen hat dem Antrag des Unterkochener Automobilzulieferers Lindenfarb entsprochen und ein vorläufiges Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung angeordnet. Das teilt der mit der Restrukturierung beauftragte Geschäftsführer, Rechtsanwalt Detlef Specovius von der Kanzlei Schultze & Braun, mit. "Ein solches Verfahren wird nur genehmigt, wenn das Gericht hinreichende Chancen auf eine erfolgreiche Sanierung sieht", erklärt Specovius.

Bei einem Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gibt es keinen Insolvenzverwalter, sondern lediglich einen Sachwalter, der das Verfahren für die Gläubiger begleitet und überwacht. Das Amtsgericht Aalen bestellte am Dienstag den Stuttgarter Rechtsanwalt Dr. Tibor Braun von der Kanzlei Illig, Braun und Kirschnek zum vorläufigen Sachwalter.

Lindenfarb hatte am Montag, 18. März, nach einem deutlichen Auftragsrückgang erneut ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Mit rund 300 Mitarbeitern ist Lindenfarb nach eigenen Angaben Europas größter Dienstleister im Bereich der Textilveredelung. Im Dezember 2016 hatte Lindenfarb bereits einmal Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Nach der Sanierung unter Specovius' Aufsicht war das Unternehmen damals an eine Beteiligungsgesellschaft verkauft worden.

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