Lockdown: Handwerk fordert Hilfen

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Der Lockdown trifft nicht nur den Handel hart: Auch die Betriebe des Handwerks müssen ihre Arbeit teils einstellen.

Ulm. Friseure und Kosmetiker dürfen ihr Handwerk gar nicht mehr ausüben, Bäcker, Metzger und Konditoren müssen ihren gastronahen Betrieb bis mindestens 10. Januar schließen. Auch Raumausstatter, Elektriker, Schuster, Orthopädieschuhmacher, Goldschmiede, Instrumentenbauer und Schneider sind nach Angaben der Handwerkskammer Ulm ab Mittwoch betroffen. "Dem Handwerk brechen wichtige Einnahmen weg, viele Betriebe machen mit dem Weihnachtsgeschäft einen Großteil ihres Jahresumsatzes", erklärt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. Andererseits würden viele Betriebe Weihnachten und Neujahr für eine Betriebsruhe nutzen.

Das regionale Handwerk trägt die Maßnahmen und Kontaktbeschränkungen laut Mehlich grundsätzlich mit. "Es ist der richtige Weg, um das Infektionsgeschehen in der Pandemie einzudämmen." Jedoch fordert er, die betroffenen Betriebe müssten zeitnah und in angemessenem Umfang finanziell entschädigt werden, um diese Umsatzeinbußen zu kompensieren. "Bislang lässt die Auszahlung der angekündigten Hilfsgelder immer noch auf sich warten." Für viele Handwerksbetriebe sei es aber lebensnotwendig, dass die Gelder nicht nur theoretisch zur Verfügung stehen, sondern auch zügig auf den Konten der Betriebe ankomme.

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