Lohn-Plus bei Triumph gefordert

+
Triumph Heubach
  • schließen

Die Tarifverhandlungen in der Miederindustrie finden bei der IG Metall in Aalen statt.

Aalen 6,5 Prozent mehr Lohn, dazu einen Corona-Ausgleich und eine Wahloption zwischen Freizeit oder mehr Geld fordert die IG Metall in der aktuellen Tarifrunde der Miederindustrie. Der erste Verhandlungstag ist für Freitag, 28. Januar, bei der IG Metall in Aalen anberaumt, der zweite für den 17. Februar. Der aktuelle Flächentarifvertrag läuft nur noch bis Ende März. Die Forderungen der Arbeitnehmer wurden beim Textilunternehmen Triumph in Heubach an die Arbeitgeberseite übergeben. Diese wird in den Verhandlungen durch eine Anwaltskanzlei vertreten.

Die Tarifverhandlungen für die Miederindustrie haben eine Besonderheit, wie Cynthia Schneider, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Aalen, erklärt: Außer für Triumph gilt der Flächentarifvertrag nur noch für ein weiteres Unternehmen, Tigges-Zours in Hattingen. „Die Beschäftigten bei Triumph hatten in den vergangenen Jahren fast gar keine Lohnsteigerungen“, sagt Schneider, müssten aber andererseits mit Inflation, Kurzarbeit, Herausforderungen wie Home-Office klarkommen und erhebliche Flexibilität erbringen. Zahlreiche Stellenabbau-Runden bei dem Textilhersteller, dessen Hauptsitz im Schweizer Bad Zurzach ist, belasteten die verbliebenen Beschäftigten immer mehr: „Sie sind am Limit“, sagt Schneider, die deshalb die Forderung nach einem Baustein „Mehr Freizeit“ mit der Wahloption zu mehr Geld bekräftigt.

Betroffen sind insgesamt rund 840 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Triumph in Deutschland. An den Standorten Heubach und Aalen beschäftigt der Dessous-Hersteller noch 320 Menschen. Alleine in Heubach, wo Triumph 1886 gegründet wurde, hatte der Konzern einst 1400 Beschäftigte.

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft Regional

Mehr zum Thema

Kommentare