Make macht die Zukunft greifbar

+
Freuen sich auf die Make auf dem Mühlbergareal – dem ehemaligen Kasernengelände (von links): Moderator Florian Schweer, Ellwangens Wirtschaftsbeauftragte Verena Kiedaisch, Helmut Haas (Inneo), Nicola Maier (Varta), OB Michael Dambacher und Petra Wenhuda (Stadt Ellwangen). Fotos: ham
  • schließen

Auf dem Ellwanger Mühlbergareal, wo einst Bundeswehrsoldaten Schießen übten, präsentiert sich am 1. und 2. Oktober Ostwürttembers Messe für Ideen, Digitalisierung und Trends.

Ellwangen

Die Make ist Ostwürttembergs Messe für Macherinnen und Macher, Ideen, Digitalisierung und Trends. Nach Heidenheim, Gmünd und Aalen ist in diesem Jahr Ellwangen Austragungsort. Passend zur starken Stellung der Ellwanger Unternehmen im Zukunfts- und Digitalbereich gibt es am 1. und 2. Oktober auf dem früheren Kasernenareal einen Einblick in die Wirtschaftswelt von morgen – mit vielen Angeboten zum Anfassen und Ausprobieren.

Mehr als 60 Aussteller haben sich für die Make auf dem Mühlbergareal angekündigt, wo einst Bundeswehrsoldaten Schießen übten. Die dortige Sporthalle mit ihrer architektonisch spannenden Dachkonstruktion aus den Dreißigerjahren wird zur Business Area der Make. Dort stellen sich namhafte Unternehmen aus Ellwangen und der Region vor.

Zum Beispiel der Batteriehersteller Varta: „Wir möchten uns einerseits als Arbeitgeber präsentieren, aber auch zeigen, welche technische Power in der Region steckt“, sagt Nicola Maier von Varta, die einen „sehr zugänglichen Stand mit coolen Erlebnissen“, interaktiven Mitmachangeboten und kleinen Vortragsimpulsen verspricht. Zweiter Premium-Partner der Make neben Varta ist die Inneo Solutions GmbH: „Wir präsentieren Umsetzungsbeispiele von Digitalisierung“, sagt Helmut Haas, Geschäftsführer des Ellwanger IT-Unternehmens. Von der Konstruktion mit virtuellen Legobausteinen für Kinder bis hin zur Frage „Wie komme ich ins Metaverse?“ für mittelständische Unternehmen: Hier gibt's eine Menge Themen rund um Industrie 4.0, Digitalisierung und Virtual Reality praktisch zu erleben.

Eine eigene Kids-Area bietet eine Menge Angebote zum Ausprobieren und Selbermachen. So können die Kleinen etwa mit Explorhino einen eigenen Roboter bauen. Eine Education Area mit Bildungs- und Hochschulangeboten, eine Start-up-Area und eine Maker-Area gehören ebenso zum weitläufigen Make-Gelände. „Spannend ist, dass es keine klassischen Messestände mit Roll-ups sind, sondern Angebote zum Anfassen“, freut sich Ellwangens städtische Wirtschaftsbeauftragte und Make-Organisatorin Verena Kiedaisch. Sie weist auch auf die vielen Workshops hin: So können etwa Jugendliche mit der IT-Firma FNT eine Handy-App entwickeln. Erwachsene lernen Ideen zu kreieren, Prozesse zu optimieren, Probleme zu lösen, richtig zu kommunizieren oder agil zu arbeiten. „Solche Workshops kauft man sich sonst teuer ein, hier sind sie kostenlos“, sagt Kiedaisch, die darauf hinweist, dass bei einigen Angeboten wegen begrenzter Plätze ein Online-Anmeldung nötig sein könnte.

Vorträge – beispielsweise zu Photonik, Gamification oder Nachhaltigkeit finden im Zelt auf dem Vorplatz statt. Dort präsentieren die Meiser Hotels einen Serviceroboter, der die Hotellerie revolutionieren könnte. Rund um das Zelt finden sich ein Radparcours für Kinder, der Karrieretruck der Bundeswehr, vertikale Fahrradparkplätze mit Park Pillar, der Südwestmetall-Truck, Angebote mit Speisen und Getränken sowie vieles mehr. Das Drohnen-Team NÖ bietet unter anderem Workshops an.

Die Make soll Möglichkeit zum Vernetzen, aber auch Ausbildungs- und Jobbörse sein. Ellwangens OB Michael Dambacher sieht sie als Schaufenster für die hohe Innovationskraft der heimischen Unternehmen in Zukunftsbereichen, die aktuell Fachkräfte suchen: „Die Make kommt genau zur richtigen Zeit.“ Zudem komme hier der Bildungs- und ,Innovationscampus gegenüber der EATA-Akademie zu seinem Recht. In diesem Gebiet, da ist sich Dambacher sicher, wird in den kommenden Jahren ein wegweisendes Quartier für Bildung und Innovation mit verschiedenen Einrichtungen entstehen.

Tagestickets (7 Euro für Erwachsene) und Wochenend-Tickets (10 Euro für Erwachsene) gibt es an der Tageskasse am Veranstaltungsgelände sowie bei der Tourist Info Ellwangen. Ein kostenloser Bus-Shuttle bringt die Gäste aus den Ellwanger Teilorten und vom Bahnhof zur Make. Kostenloses Parken ist auf dem ehemaligen Gelände der Reinhardt-Kaserne möglich, Zufahrt über das Südtor (Eingang LEA). Weitere Infos finden Interessierte unter make-ow.de.

Die Sporthalle aus den Dreißigerjahren wird zur Messehalle.

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft Regional

Kommentare