Meditec plant angeblich Übernahmen

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Bei Zeiss Meditec arbeiten rund 3400 Menschen.
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Der Medizintechniker soll auf der Suche nach interessanten Einstiegsmöglichkeiten sein. Die Dividende wird kräftig erhöht.

Oberkochen. Laut eines Medienberichts ist die börsennotierte Zeiss Meditec „auf Einkaufstour“. Wie das Ärzteblatt berichtet, hat Meditec-Vorstandschef Dr. Markus Weber während eines digitalen Aktionärstreffens erklärt, dass weitere Unternehmenszukäufe und Beteiligungen geplant sein. Welche Firmen im Visier des wachsenden Medizintechnik-Unternehmens mit Sitz in Jena und bedeutendem Standort in Oberkochen sind, teilte Weber wenig überraschend nicht mit.

Klar ist, dass Meditec über ausreichend Kapital verfügt. Die Eigenkapitalquote liegt bei 66 Prozent. Das Unternehmen war in der Vergangenheit mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 stetig gewachsen. 2015 lag der Umsatz noch bei 1,04 Milliarden Euro, 2021 hingegen bei mehr als 1,6 Milliarden Euro. Als operativen Gewinn wies das Unternehmen im Vorjahr rund 378,7 Millionen Euro aus – ein Rekordwert.

Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. Die Dividende der Aktie wird von 50 Cent auf 90 Cent je Anteilsschein erhöht, was die Auszahlung von rund einem Drittel des ausgewiesenen Rekordgewinns von 236 Millionen Euro bedeutet. Der Rest wandere, so Weber laut Ärzteblatt weiter, in die Rücklagen, um weiter investieren zu können, etwa in Übernahmen.

Trotz Unsicherheiten wie dem Ukraine-Krieg hält Weber, der erst vor wenigen Monaten die Nachfolge von Dr. Ludwin Monz angetreten hatte, an der Prognose für das laufende Geschäftsjahr fest. Man wolle mindestens so stark wachsen wie der Markt. Der russische und ukrainische Markt spielt für Meditec nur eine sehr kleine Rolle, in der Region erzielt das Unternehmen nur zwei Prozent der gesamten Erlöse.

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