Menschen lesen lernen

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Winfried Schröter erklärte beim Kommunikationskongress, wie man ins Innere seines Gegenübers blickt.
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Trainer und Hypno-Coach Winfried Schröter verrät Tricks, das Gegenüber im Berufsleben besser einzuschätzen.

Aalen

Wer rund gebogene Augenbrauen besitzt, ist ein harmoniebedürftiger Teamplayer, der viel Lob und Anerkennung braucht, gerade Augenbrauen verraten den rationalen Grübler und eckige Augenbrauen deuten auf eine angeborene Führungsrolle hin: Was Merkmale im Gesicht über Menschen verraten, und wie dieses Wissen im Geschäftsleben und bei Verkaufsgesprächen einsetzbar ist, hat Winfried Schröter seinen interessierten Zuhörern erklärt. Der in Aalen lebende Trainer, Vortragsredner, Autor und Coach sprach jetzt beim online übertragenen Kommunikationskongress von Marketing-Club Ostwürttemberg, Hochschule Aalen und SDZ Events.

"Menschen lesen lernen – wie Sie ins Innere des Gegenüber blicken", hatte Schröter, der sich nach nach eigener Aussage seit mehr als 30 Jahren mit Menschenkenntnis und physiologischen Merkmalen befasst, seinen Vortrag überschrieben. "Nirgends wird so schön gelogen wie in einem Bewerbungsgespräch", sagte der Coach, der die Zuhörer aufforderte: "Fallen Sie nicht mehr auf Ihre inneren Programme herein." Den falschen Menschen zu vertrauen, könne gerade im Geschäftsleben fatale Folgen haben.

Unsere Menschenkenntnis, so Schröter, werde von angeborenem Potenzial, Erziehung und Erfahrung bestimmt. Und angeborenes Potenzial, so versicherte der Redner, lasse sich am Gesicht des Gegenübers ablesen: "Ich zeige ihnen Merkmale im Gesicht, auf die Sie achten können. Sie werden ab morgen nicht mehr weggucken können." Dominiert in einem Gesicht die Stirnpartie, der Nasenbereich oder die Mundpartie? Ist das Gegenüber also von Vernunft, Gefühl oder Ausführung und Verwirklichung geprägt? Wer seine Mitmenschen genau betrachte, der beschäftige sich auch gründlicher mit ihnen, findet Schröter: "Wer eine Person ansieht, geht auf sie ein, schätzt sie wert."

Sie werden ab morgen nicht mehr weggucken können.

Winfried Schröter Vortragsredner

Die Schlange steht für die Leidenschaft

Besser als lange Bewerbungsgespräche könne manchmal helfen, die Teilnehmer spontan ein Bild zeichnen zu lassen, in dem einfache Gegenstände wie ein Haus, eine Sonne, ein Baum, ein Weg und eine Schlage zu sehen sind. Das müsse allerdings in aller Eile geschehen: "Wer unter Zeitdruck ist, malt aus dem Unterbewusstsein", versicherte Winfried Schröter, der das eilig skizzierte Bild einer Mitarbeiterin von SDZ Events analysierte und sogleich Schlüsse auf ihre Persönlichkeit und ihr Befinden zog.

Das Haus steht für uns selbst: Ist es geschlossen oder hat sogar ein Kreuz darin, deute das auf einen verschlossen Charakter hin. Wer ein Haus mit vielen Fenstern male, könne am Arbeitsplatz nur schwer verbergen, wenn es ihm gerade schlecht geht. Die Sonne steht für die Lebensenergie, der Baum für die Beziehung zu anderen, der Weg für die Art zu kommunizieren und die Schlange für die Leidenschaft. Mit zahlreichen Beispielen aus seiner Berufserfahrung gab Schröter auch den Skeptischen unter den Zuhörern einiges zum Nachdenken mit.

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