Metallfirmen fordern Entlastung

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Michael Fried, Vorsitzender der Bezirksgruppe Ostwürttemberg des Arbeitgeberverbands Südwestmetall.

Die Metallarbeitgeber in der Region sehen die Unternehmen massiv unter Druck und fordern weitere Steuersenkungen.

Aalen. Die erhoffte Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität wird sich nach Einschätzung der Metallarbeitgeber in der Region Ostwürttemberg wohl auch in diesem Jahr nicht einstellen. „Neben den pandemiebedingten Lieferkettenproblemen treffen nun aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine weiterer Materialmangel sowie stark gestiegene Energie- und Rohstoffkosten unsere Unternehmen“, sagte der Vorsitzende der Bezirksgruppe Ostwürttemberg des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Michael Fried, am Donnerstag in Aalen bei der Mitgliederversammlung des Verbands.

Schwer verständlich sei, warum die Politik in dieser Lage nicht alle Vorhaben vom Tisch nehme, die die Unternehmen zusätzlich belasten würden, ergänzte Geschäftsführer Markus Kilian: „Dazu zählt auf jeden Fall die von Bundesgesundheitsminister Lauterbach ins Spiel gebrachte Erhöhung der Krankenkassenbeiträge, aber auch mega-bürokratische EU-Vorhaben wie die Lieferkettenrichtlinie oder die sogenannte Sozial-Taxonomie.“

Die Unternehmen bräuchten allerdings auch echte Entlastungen, betonte der Bezirksgruppen-Vorsitzende: „Nach der von der Bundesregierung angekündigten temporären Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe müssen nun dringend weitere Energiesteuern sowie die Stromsteuer reduziert und die Firmen bei den Netzentgelten entlastet werden.“ Zudem sollte der Staat besonders betroffenen Unternehmen zinsgünstige Darlehen zur Liquiditätsbeschaffung gewähren und direkte Unterstützung bei den Energiekosten zukommen lassen, forderte Fried: „Die Europäische Union hat angesichts der aktuellen Krise eigens die Regeln für Staatshilfen gelockert. Dieser Spielraum muss nun von der Bundesregierung auch genutzt werden.“

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