Nanogate baut Stellen ab

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Standort von Nanogate im Industrie- und Gewerbegebiet Gügling in Schwäbisch Gmünd.
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Das Unternehmen lagert offenbar seine Logistik am Standort Gmünd aus. Acht Mitarbeitern soll gekündigt worden sein.

Schwäbisch Gmünd. Der Oberflächentechniker Nanogate hat nach Angaben der IG Metall seine Logistik am Standort Schwäbisch Gmünd ausgelagert. Laut Gewerkschaft sind von der Maßnahme acht Beschäftigte betroffen. Ihnen soll laut Peter Hofer von IG Metall bereits die Kündigung ausgesprochen worden sein. "Der Betriebsrat wurde im Vorfeld nicht darüber informiert, geschweige denn in den Prozess eingebunden", sagt Hofer. Das Unternehmen wollte sich auf Anfrage dieser Zeitung nicht äußern. "Zu betriebsinternen Angelegenheiten geben wir grundsätzlich keine Stellungnahme ab", hieß es.

Wie Hofer behauptet, soll die Geschäftsführung bereits seit Frühjahr entsprechende Planungen zum Outsourcing der Logistik verfolgen. "Das heißt, dass diese Maßnahme nicht im Zusammenhang mit den gescheiterten Verhandlungen über Zugeständnisse der Belegschaft steht", erklärt Hofer weiter. Alle weiteren Entwicklungen müsse man nun abwarten.

Nanogate hatte vor einigen Wochen den Haustarifvertrag mit der IG Metall gekündigt und dies mit erforderlichen Sparmaßnahmen begründet. Die wirtschaftliche Situation bezeichnete Geschäftsführer Dr. Uwe Dreyer damals als "schwierig". Dem Unternehmen setzt unter anderem der harte Preiswettbewerb in der Autozulieferbranche zu. Mit der Kündigung des Vertrags will Nanogate laut Gewerkschaft pro Jahr rund eine Million Euro einsparen.

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