Nanogate wehrt sich gegen Vorwürfe

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Standort von Nanogate in Schwäbisch Gmünd
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Das Gmünder Unternehmen will Personalkosten senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Schwäbisch Gmünd. Nach der Kundgebung der IG Metall vor den Toren des Oberflächenbeschichters Nanogate hat sich das Unternehmen zu den Vorwürfen der IG Metall geäußert und den geplanten Sparkurs begründet. „Das Unternehmen befindet sich in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation", erklärt Geschäftsführer Dr. Uwe Dreyer. Nanogate beschichtet Komponenten für die Autoindustrie. In der Branche herrsche ein harter Preiskampf, Nanogate konkurriere mit Firmen, die in Ländern mit niedrigeren Lohnkosten fertigen ließen, so Dreyer. Deshalb müsse Nanogate die Personalkosten am Standort Schwäbisch Gmünd senken. Dort arbeiten 150 Menschen für die Firma.

Bereits Ende des vergangenen Jahres habe man die IG Metall um Unterstützung gebeten, ein Gutachten, das die Position des Unternehmens bekräftigt habe, wurde laut Dreyer in Auftrag gegeben. „Das Unternehmen hat sehr gute Produkte, gut motivierte Mitarbeiter und auch die entsprechende Qualität, muss aber sicherstellen, dass die wirtschaftliche Verlustsituation behoben wird und neue Aufträge kostendeckend gewonnen werden können“, so der Geschäftsführer. Man habe sich mehrmals mit der Gewerkschaft zu Gesprächen getroffen. „Die zunächst erklärte Bereitschaft der IG Metall Nanogate zu helfen, ist nicht mehr gegeben“, sagt Dreyer. Zum laufenden Verfahren will sich das Unternehmen jedoch nicht äußern – und verweist auf derzeit laufende Gespräche mit der IG Metall, dem Betriebsrat und den Mitarbeitern.

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