Neuer Gesellschafter, gleiche Ziele bei der Mutlanger LKP+

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Für die neue Ortsmitte in Bargau übernahmen die Mutlanger die Planung der Verkehrs- und Aussenanlagen, Ausschreibung, Bauleitung und Abrechnung. Mehr als 80 Prozent der Auftraggeber kommen aus dem kommunalen Bereich.
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Neuer Name, neue Gruppe, neuer Geschäftsführer: Die Domino Holding steigt bei der Mutlanger LKP+ ein.

Mutlangen

Bei LK&P beginnt eine neue Zeitrechnung: Der langjährige Gesellschafter Stefan Kalmus geht in den Ruhestand. Für seine Nachfolge hat der bisherige, zweite Gesellschafter Frank Biekert nun nach eingehenden Gesprächen eine Lösung gefunden: Die Domino Holding mit Sitz in Reutlingen übernimmt die Anteile von Kalmus, zweiter Geschäftsführer bei dem Mutlanger Unternehmen wird Rainer Matheisl. „Gemeinsam wollen wir das Unternehmen kontinuierlich weiterentwickeln“, erläutert Biekert. Allerdings bleibe es beim bewährten Konzept und der Konzentration auf Stadt- und Infrastrukturplanung, die vor allem von vielen Kommunen in der Region in Anspruch genommen wird.

In der Branche hatte es in der Vergangenheit „reges Interesse“ an einer Beteiligung gegeben, so Biekert. „Wir sind sehr froh, nach eingehender Analyse einen renommierten externen Partner gefunden zu haben.“ Bei der Domino Holding handelt es sich um eine Gruppe mit mehreren Planungsbüros in den Bereichen Stadt- und Infrastrukturplanung, Projektmanagement, Architektur und Generalplanung.

Das ursprüngliche Architekturbüro wurde bereits 1950 vom Großvater des heutigen Inhabers gegründet. Das Unternehmen wird Teil dieser Holding, agiere aber weiter vollkommen autark. Auch Frank Biekert bleibt Gesellschafter des Ingenieurbüros aus Mutlangen. Für die Mitarbeitenden und die Kunden ändere sich nichts, so der langjährige Partner des Unternehmens. Neu ist auf jeden Fall der Name: Aus LK&P wird LKP+. „Auch die Webseite und der Markenauftritt werden aufgefrischt und modernisiert“, erläutert Biekert.

Während Biekert weiter für die Infrastrukturplanung verantwortlich zeichnet, wird Matheisl künftig die Bauleitung innehaben. Insgesamt sind die 22 Mitarbeitenden in den vier Teams Vermessung, Bauleitplanung, Infrastrukturplanung sowie Bauleitung tätig. Mehr als 80 Prozent der Auftraggeber kommen aus dem kommunalen Bereich. „Den Schwerpunkt bildet die Region von Aalen bis Lorch und von Gmünd bis Gaildorf“, erklärt Biekert. Im Bereich Bebauungsplanung reicht das Marktgebiet über die Regionsgrenzen hinaus. So haben die Mutlanger etwa den Bebauungsplan des neuen Würth-Museum ins Schwäbisch Hall entwickelt, in der Region sind sie in diesem Bereich auch bei Großinvestitionen wie dem I-Live-Tower oder der Revitalisierung des Triumph-Areals in Aalen als Dienstleister gefragt. Viele Kommunen setzen bereits seit vielen Jahren auf die Dienste des von Peter Lackner im Jahr 1970 gegründeten Unternehmens. „Wir setzen weiterhin auf die umfassende Betreuung und Beratung unserer Kunden“, so Biekert. LKP+ arbeite dabei interdisziplinär mit Ingenieuren, Gutachtern und Betreibern zusammen.

In der neuen Konstellation mit neuem Partner und Gesellschafter will Biekert auch die eigene Digitalisierung vorantreiben. Seit Jahrzehnten arbeitet das Büro bereits an modernen CAD-Arbeitsplätzen. „Wir wollen uns in diesem Bereich aber künftig deutlich weiterentwickeln, die Dienstleistung optimieren und den Mehrwert für unsere Kunden damit steigern“, so Biekert. Er nennt als Beispiel die virtuelle Planung im Rahmen des Building Information Modeling (BIM). Auch die Kollisionsprüfung, etwa bei der Planung von Netzen und Leitungen könne visualisiert und damit optimiert werden. Die Devise der neuen Zeitrechnung: Das bewährte Konzept wird weiter optimiert.

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