Online in 3D zur Lehrstelle

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Von Messestand zu Messestand bewegen sich die Besucher auf der virtuellen Ausbildungsmesse und haben nicht nur Spaß, sondern werden vielleicht auch auf der Suche nach einer Lehrstelle fündig.
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Mehr als 40 Firmen und Institutionen präsentieren auf der virtuellen Schau der IHK Ostwürttemberg ab 22. September ihre Ausbildungsangebote.

Heidenheim

Ausbildungsmesse mal anders. Beim neuen Online-Angebot, das am 22. September startet, bewegen sich Besucher in einer virtuellen 3D-Messehalle. Sie betreten Stände, an denen Videos auf Bildschirmen laufen, informieren sich über Ausbildungsplätze und chatten mit ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber. Die virtuelle Berufsorientierungsschau, welche die IHK Ostwürttemberg mit technischer Unterstützung von Inneo Solutions realisiert, ähnelt in der Handhabung einem Videospiel.

"Die Generation, die wir ansprechen, ist ohnehin digitalaffin", sagt Helmut Haas, Geschäftsführender Gesellschafter von Inneo Solutions in Ellwangen. Sein IT-Unternehmen hat die virtuelle Ausbildungsmesse im Auftrag der IHK Ostwürttemberg konzipiert.

Für die Kammer war es in Zeiten der Coronakrise ein wichtiges Anliegen, mit den Ausbildungsangeboten zu den Jugendlichen zu kommen: "Es ist eine unserer Kernaufgaben, auch morgen die Fachkräfte für die Wirtschaft zur Verfügung zu stellen", betont IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle. "Die Berufsorientierung hat schwer gelitten", beschreibt sie die Lage: Ausbildungsbotschafter durften aufgrund der Einschränkungen nicht persönlich in die Schulen kommen, Ausbildungsmessen, auf denen sich sonst 5000 bis 10 000 Jugendliche mit ihren Eltern tummeln, sind vorerst undenkbar.

Nun also virtuell. Elmar Zillert, Chef der Arbeitsagentur Aalen, zeigt sich begeistert: "Die Messe bietet eine gute Grundlage für einen perfekten Start in die berufliche Zukunft." Auch, wenn es weiterhin Präsenzmessen geben werde – der persönliche Kontakt sei oft ausschlaggebend – hält André Louis, Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Ausbildung, die virtuelle Messe für ein sinnvolles begleitendes Angebot.

Unternehmen gestalten ihre Messestände selbst

Im Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg, so Louis, sei die Idee entstanden, die virtuelle Messe mit einem regionalen Partner umzusetzen. Gefunden wurde dieser in Inneo Solutions. David Prinz von der Ellwanger IT-Schmiede präsentierte die virtuelle Messehalle, die mit allen Endgeräten – Smartphone, Tablet oder PC – erkundet werden kann. Mit den Pfeiltasten der Tastatur oder durch Wischbewegungen auf dem Bildschirm gelangen die Besucher von Stand zu Stand. Die Navigation funktioniert aber auch über einen Hallenplan oder per Sucheingabe. Chats laufen über den Messenger WhatsApp.

Berufsorientierung darf trotz der derzeitigen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht zu kurz kommen.

Michaele Eberle IHK Ostwürttemberg

Mit welchen Plakaten die Messestände gestaltet sind, welche Videos auf den Bildschirmen laufen und welche Inhalte beim Klick auf Info-Punkte angezeigt werden: Das entscheiden die teilnehmenden Firmen selbst.

Prinz stellte einen Konfigurator vor, mit dem die Ausbildungsunternehmen ihren Messestand bestücken und jederzeit verändern können. Auch zeitlich begrenzte Sonderaktionen sind auf diese Weise möglich. Die virtuelle Messe ist ab dem 22. September unbegrenzt und rund um die Uhr besuchbar.

Bislang haben sich gut 40 Unternehmen, Verbände, Berufsschulen und Kommunen einen virtuellen Messestand gesichert. André Louis hofft, dass es bis zum Start 50 werden – und dann sukzessive mehr.

Mitgliedsunternehmen der IHK bezahlen für die Präsenz einmalig 200 Euro sowie pro Jahr, gestaffelt nach der Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze, zwischen 300 und 800 Euro, verrät Louis. Für Nicht-IHK-Betriebe werde ein Aufschlag erhoben.

Alle, die in diesem Jahr noch einen Ausbildungsplatz suchen, können sich auf der virtuellen Ausbildungsmesse unter www.ihk-ausbildungsmesse.de über verschiedene Ausbildungsbetriebe informieren. Alle Unternehmen, die an einem Messestand auf der virtuellen Ausbildungsmesse interessiert sind, können sich an Lea Schmitt, schmitt@ostwuerttemberg.ihk.de oder Telefon: 07321/ 324-138 wenden.

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