Ostalb-Hackathon: 48 Stunden lang rauchen die Köpfe

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Ostalb Hackathon
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Der zweite Ostalb Hackathon in der Hochschule Aalen hat die Erwartungen der Organisatoren und Teilnehmerfirmen übertroffen.

Aalen. Für 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 28 Teams ist es beim zweiten Ostalb Hackathon 48 Stunden lang um alles gegangen: Wer liefert die besten Lösungen für die Herausforderungen – Challenges – von vier regionalen Unternehmen und räumt mit dem Team eines der sechs 1000-Euro-Preisgelder ab? Lief die erste Ausgabe noch im AAccelerator in der Blezingerstraße ab, so war nun die Aalener Hochschulaula Austragungsort.

Am Freitag um 17 Uhr erteilte Gastgeber Prof. Dr. Harald Riegel, Rektor der Hochschule Aalen, den Startschuss. Felix Straub und Janick Oswald, die mit Benjamin Braun und Paul Frankenreiter das Orga-Team des Hackathons bildeten, gaben Infos zum Ablauf und verrieten Hackathon-Tipps. Dann steckten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich in Teams à drei bis fünf Personen gefunden hatten, die Köpfe zusammen, grübelten, diskutierten, skizzierten, tippten. Die Organisatoren hatten das Motto „Working, Hacking, Fun“ ausgegeben.

Und dieser Prozess zog sich schon am Freitag bis in die Nacht, wie Felix Straub verrät: „So war noch um 4.30 Uhr morgens Licht in der neuen Aula und viele Teams arbeiteten noch.“ Gut, dass für Verpflegung und Duschgelegenheit gesorgt war.

Die Challenge für Bosch AS drehte sich um einen digitalen Zwilling aus Produktdaten. Für die gemeinsame Smart-City-Initiative der Städte Aalen und Heidenheim galt es, das „Mobilitätsangebot der Zukunft“ auszutüfteln. Die Werkzeugbauer von Mapal baten um Unterstützung bei der Frage: „Data Automation: Wie können die Best Practices der Kunden automatisiert analysiert und verwertet werden?“ Voith wiederum stellte seine Challenge auf grüne, also nachhaltige und energieeffiziente Produktion ab.

67 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren Studierende, die meisten von der Hochschule Aalen, aber auch der HfG und der PH in Gmünd und der DHBW Heidenheim, dazu 21 Schülerinnen und Schüler aus der Region. Unterstützt wurden die Teams durch zahlreiche Coaches, die beispielsweise die Design Thinking Methode vorstellten – so etwa die studentische Unternehmensberatung der Hochschule Aalen, Inno Consult. Die PlanB GmbH stand zu Fragen bei der Entwicklung von Software rund um die Uhr zur Seite. Am Samstag gab es zusätzlich einen Pitch-Workshop mit abendlicher „Pre-Pitch Stage“, um die finale Vorstellung der Teamlösungen vorab zu testen. Außerdem fand ein Impuls mit Diskussionsrunde zum Thema „Open Innovation“ statt.

Bläse verkündet Sieger

Bis 12 Uhr am Sonntag mussten die Teams ihre Präsentationen einreichen. In zwei Sessions durften die Teams von jeweils zwei Challenges nacheinander ihre Ideen und Konzepte vor hochkarätigen Jurys, bestehend aus Vertretern von Hochschulen, Medien, Wirtschaft und Politik, vorstellen.

Landrat Dr. Joachim Bläse gab als Schirmherr schließlich die sechs Gewinner-Teams bekannt. 1000 Euro Preisgeld gab es jeweils für die vier Challenge-Sieger, dazu einen Community-Preis und einen Tech-Award in gleicher Höhe (siehe Infotext). So überzeugte beispielsweise in der Mapal-Challenge das Team „H4B“ mit seiner Idee: „In vier einfachen Schritten zum perfekten Werkzeug“.

„Wir haben auch viele Kontakte geknüpft, die wir gerne weiter intensivieren“, so das Fazit von Erwin Schuster, Führungskraft bei Mapal. Für die Veranstalter stellt Felix Straub fest: „Wir haben unsere eigenen Erwartungen wieder deutlich überstiegen und sind unheimlich glücklich, was wir hier auf die Beine gestellt haben“. Er kündigt bereits die nächste Ausgabe des Ostalb Hackathons für 2023 an. Infos dazu soll es frühzeitig auf www.ostalb-hackathon.de geben.

Die Siegerteams in den Kategorien

Future Mobility (Smart-City-Initiative)

“Die Füxe“ (Cassandra Demir, Sina Engmann, Matthias Bleil, Peter Munz, Clara Sorg).

Data Automation (Mapal)

H4B (Christian Schmidt, Franziska Manhart, Jonas Schwarz, Patrik Sperling, Jule Schwarz)

Digital Twin (Bosch AS)

System Heros (Patryk Prezyna, Robert Luft, Lukas Wörle, Noah Leonard Schuster)

Green Production (Voith)

algogrid (Sascha Roelofs, Markus von Staden, Christoph Koscheck, Sean Gütler)

Tech-Award

:) (Emily Rödel, Tim Ruppert, Henry Lohmann, Jonathan Postler, Lukas Stockmann; Schülerteam LGH)

Community

abort, retry, ignore? (Maximilian Hudelmaier, Philip Eßwein, Ayman Machi, Ali Karami)

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