Ostwürttemberg: Der Masterplan steht

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Präsentieren den Masterplan für Ostwürttemberg (von links): Edgar Buhl (PH Gmünd), Dieter Henle (OB Giengen), Markus Kilian (Südwestmetall), Claudia Prusik (Agentur für Arbeit Aalen), Peter Polta (Landrat Heidenheim), Markus Maier (IHK-Präsident), Nadine Kaiser (WiRO), Thilo Rentschler (IHK-Hauptgeschäftsführer), Tamara Hübner (IG Metall) und Dr. Joachim Bläse (Landrat Ostalb).
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Partner aus Wirtschaft, Politik, Verbänden und Wissenschaft haben Ziele für die Offensive Zukunft Ostwürttemberg ausgearbeitet.

Heidenheim

Vor einem Jahr haben die Spitzen von Politik, Wirtschaft, Hochschulen und Verbänden in der Region die Offensive Zukunft Ostwürttemberg gestartet. Zahlreiche Workshops, Themenrunden und Steuerungskreisen später legen sie nun den Masterplan 20230 vor. Präsentiert wird das Papier am 9. November beim Zukunftskongress der Heidenheimer Voith-Arena. Die „Region der Talente und Patente“ setzt darin auf Wasserstoff, Klimaneutralität, ein Transformationsnetzwerk, Start-ups, Qualifizierung und Beschäftigung sowie Standortmarketing. Nun soll die Umsetzung starten.

Der Masterplan ist ein 62 Seiten starkes Heft, das Antworten auf die Trends Digitalisierung, Dekarbonisierung und demografischer Wandel sucht. Dargestellt ist, was bisher unternommen wurde, und was neu hinzukommt. Neu sind beispielsweise fünf Millionen Fördermittel für das jetzt gegründete „Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg“ aus Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft, IG Metall, WiRO und IHK: Der Bund bezuschusst damit über drei Jahre unter anderem acht neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Thema Transformation – schwerpunktmäßig bei den Automobilzulieferern – voranbringen.

Dieses Netzwerk ist einer von sechs Schwerpunkten im Masterplan. Weitere sind die Klimaneutralität in der Region, die Förderung von Innovation und Start-ups, Qualifizierung und Bildung, Standortmarketing und -entwicklung sowie das plakativste Ziel: „Ostwürttemberg soll zur Wasserstoffregion werden.“

„Wir wollen uns nicht überrollen lassen, sondern die Transformation aktiv angehen, sonst geht Wohlstand in der Region verloren“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler. Ganz konkret solle im Gmünder Technologiepark Aspen bald ein Elektrolyseur zur Wasserstofferzeugung gebaut werden. Eine Wasserstofftankstelle und möglichst rasch der Anschluss der Region an einen Wasserstoffpipeline seien dann die nächsten Schritte.

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