Produktion regelt sich selbst

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Die Varta-Produktion. Archiv-Foto: Varta / Wolfram Schroll / studioSchroll

Der Ellwanger Batteriehersteller beteiligt sich an einem Forschungsprojekt des Fraunhofer-Instituts, das eine digitalisierte Produktion erprobt.

Ellwangen

Der Ellwanger Batteriehersteller Varta beteiligt sich an einem Forschungsprojekt zur Digitalisierung der Batterieproduktion. Das teilt das Unternehmen mit. Die Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut soll die Produktion günstiger machen und die Qualität der Produkte verbessern. Die Technologie soll bei der Herstellung der neuen Lithium-Ionen-Rundzelle zum Einsatz kommen.

Varta produziert nach eigenen Angaben täglich nahezu zehn Millionen Batteriezellen. Man stelle somit einen idealen Partner für das Projekt DigiBattPro4.0 des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung dar, so der Konzern. Die Abkürzung steht für digitalisierte Batteriezellenproduktion mit Industrie-4.0-Technologien. Ziel sei, die Batteriefertigung der Zukunft zu entwickeln, in der jeder Schritt digital erfasst und mittels künstlicher Intelligenz überwacht wird. Dabei sollten nicht nur fehlerhafte Teile erkannt werden, sondern sogleich auch der Prozess dahingehend optimiert werden, dass die Ursache für den Fehler gleich mitbehoben werden: „Und das, ohne dass ein Mensch eingreifen muss“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Produktionsprozess digital abgebildet

Bei DigitBattPro4.0 vernetzen die Experten des Fraunhofer-Instituts die Maschinen und entwerfen ein Computermodell, um so den realen Produktionsprozess auch virtuell abbilden zu können. Damit soll die Grundlage für eine sich selbst regelnde Produktion geschaffen werden. Geplant sei, diese Technologie dann auch bei der Produktion der neuen Lithium-Ionen-Rundzellen zum Einsatz zu bringen, die Varta ab dem Ende dieses Jahres auf einer Pilotlinie produzieren wird. Das Ziel ist eine vollautomatische Produktion, bei der die Geschwindigkeit weiter erhöht und der Ausschuss weiter reduziert werden kann. Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt.

Isa Topac, der bei Varta die Aufgabe des Digital Transformation Managers bekleidet, sagt: „Wir sind stolz, hier als Vorreiter auftreten zu können. DigiBattPro4.0 ist ein spannendes Projekt, das uns helfen wird, unsere Prozesse noch digitaler und noch schneller zu machen. Somit sichern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und unseren technologischen Fortschritt und bauen ihn weiter aus.“

Rainer Hald, Chief Technology Officer der Varta AG, fügt hinzu: „DigiBattPro4.0 bietet uns die Möglichkeit, einen entscheidenden Beitrag für die Entwicklung der Batteriefertigung von morgen zu liefern. In Zukunft wird es dank modernster Technologie und künstlicher Intelligenz möglich sein, alle Prozessschritte zu überwachen und zu optimieren. Varta liefert heute schon höchste Präzision in allen Schritten der Zellfertigung und ist somit der optimale Partner für das Projekt. Wir freuen uns, ein weiteres Mal an der Zukunft der Batterietechnologie und -Produktion mitzuarbeiten.“

In Zukunft wird es dank modernster Technologie und künstlicher Intelligenz möglich sein, alle Prozessschritte zu überwachen und zu optimieren.“

Rainer Hald, Varta AG

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