Protest bei der Paul Hartmann AG

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Beschäftigte protestierten in Heidenheim gegen die Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Polen.

250 Beschäftigte wehren sich gegen die Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Polen.

Heidenheim. Rund 250 Beschäftigte haben am Mittwoch vor der Hauptverwaltung der Paul Hartmann AG in Heidenheim für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Wie berichtet, beabsichtigt der Medizin- und Hygieneprodukte-Hersteller, den Bereich Wundversorgung am Heidenheimer Hauptsitz zu schließen und an einen neuen Standort nach Polen zu verlagern. Betroffen wären 120 Mitarbeiter. Laut dem Konzern soll die Verlagerung im zweiten Quartal 2022 beginnen.

Die IG Metall Heidenheim kritisiert, dass Hartmann den Schritt mit „wirtschaftlicher Notwendigkeit“ begründe, andererseits das Jahr 2020 auf der Aktionärsversammlung aber als „das Jahr 2020 als ein Rekordjahr in Umsatz und Ergebnis“ bezeichnet habe. Zwischenzeitlich haben die Gespräche zwischen Arbeitgeber und dem Betriebsrat bezüglich der geplanten Schließung begonnen. Der Heidenheimer Betriebsrat wird durch die IG Metall unterstützt. Die Gespräche zwischen beiden Seiten sollen am 12. Juli fortgesetzt werden.

Neben dem Betriebsrat und der IG Metall sprachen auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier sowie Rolf Siedler von der Betriebsseelsorge Ostwürttemberg auf der Kundgebung, die zeitgleich zur Tagung des Aufsichtsrats der Paul Hartmann AG in Heidenheim stattfand.

Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 11 000 Mitarbeiter weltweit, 5200 davon in Deutschland.

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