Resiliente Firmen gesucht

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Michael Wolfsteiner, Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg
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Michael Wolfsteiner erklärt die Hintergründe des neuen RAW.21-Award, mit dem Wirtschaftsjunioren und Wirtschaftsclub anpassungsfähige und ideenreiche Firmen und Organisationen auszeichnen.

Aalen. Auch Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut unterstützt und begleitet den Resilience Award RAW.21 der Wirtschaftsjunioren und des Wirtschaftsclubs Ostwürttembergs und wird Grußworte an der Preisverleihung sprechen. Noch bis 15. September können sich regionale Firmen, Organisationen sowie Institutionen für den Preis bewerben. Mit der Auszeichnung biete man diesen eine Plattform, um ihre gelebte unternehmerische und gesellschaftliche Vorbildfunktion, ihre Anpassungsfähigkeit an ein dynamisches Umfeld sowie ein wertorientiertes Handeln vorzustellen und sich auszutauschen und zu vernetzen, so die Organisatoren. Weitere Hintergründe erläutert Michael Wolfsteiner, der diesjährige Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg.

Herr Wolfsteiner, wie sind Wirtschaftsjunioren und Wirtschaftsclub auf die Idee eines RAW-Awards gekommen?

Auch wir haben die Pandemie genutzt und unsere Formate in den virtuellen Raum verlegt. In einem Gespräch während des Treffpunkts Unternehmensführung unter der Leitung von Dominik Lutz ist die Idee entstanden, einen Resilience Award ins Leben zu rufen. Ich habe die Idee aufgegriffen und mit einem starken Team bestehend aus Wirtschaftsjuniorinnen und -junioren und Mitgliederinnen und Mitgliedern des Wirtschaftsclub weiterentwickelt. Nun sind wir soweit, dass wir eine hochkarätige Jury formieren und die Teilnahme bewerben können. Wir freuen uns sehr auf zahlreiche Bewerbungen.

Was ist das Konzept hinter der Auszeichnung?

Das vergangene Jahr war für viele Unternehmen in der Region besonders. Geschäftsmodelle haben sich geändert oder mussten neu erfunden werden. Wir, die Wirtschaftsjunioren und der Wirtschaftsclub, sind die Institutionen der Wirtschaft in Ostwürttemberg und haben dies in vielfacher Weise begleitet. Auch wir mussten uns umstellen, so wurden Treffen kurzerhand in den virtuellen Raum verlegt oder mussten Formate auf die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Es sind in dieser Zeit sehr viele gute, innovative und neue Ideen entstanden und umgesetzt worden. Wir werden das honorieren und loben deshalb den RAW.21 aus, für werteorientiertes Handeln, für Innovations- und Transformationskraft, für Agilität, Kreativität und Unternehmergeist, in diesen Zeiten mit Mut und Leidenschaft etwas Neues entstehen zu lassen. Wir zeigen mit unserem Award Unternehmen in Ostwürttemberg Ideen auf, wie man mit Krisen umgehen kann und möchten zudem auf unsere qualitativ wertvollen Netzwerke der Wirtschaftsjunioren und des Wirtschaftsclubs aufmerksam machen.

Resilienz ist ein Begriff, der aktuell ziemlich in Mode ist. Wie verstehen Sie ihn?

Resilience bedeutet für uns Widerstandsfähigkeit, Anpassungs- und Transformationsfähigkeit, kreativ und ideenreich auf Veränderungen zu reagieren. Viele Unternehmen haben in den letzten Monaten gezeigt, zu was sie im Stande sind, wie schnell sie sich auf Veränderungen einstellen können, es annehmen und besser machen können. In diesem Zusammenhang passt dieser Begriff hervorragend zu unserem Award. Wir werden die Idee weiterentwickeln und auch im kommenden Jahr wieder einen Resilience Award ausschreiben, dann vielleicht mit angepassten Kriterien.

Wer kann und soll sich bewerben?

Wir freuen uns auf Bewerbung von Unternehmen, Organisationen und Institutionen, egal welcher Größe, Branche oder Ausrichtung, ansässig in Ostwürttemberg und hoffen auf eine starke Teilnahme. Die Teilnahmeunterlagen sind auf unserer Landing-Page www.resilience-award.de zu finden. Wir haben das Bewerbungsverfahren so aufgebaut, dass auch kleine Unternehmen nicht abgeschreckt sind, teilzunehmen. Es geht nicht um die Anzahl an Mitarbeitern oder Größe des Geschäfts. Jedes Unternehmen, ob Start-Up oder großes international agierendes Unternehmen, sind aufgerufen, teilzunehmen.

Nach welchen Kriterien bewertet die Jury die Bewerber?

Die Jury wird aus hochkarätigen und bekannten Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Region besetzt sein. Wir, Christoph Bühler als Vorsitzender des Wirtschaftsclubs und ich als Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren werden diese Jury ergänzen. Die Jury bewertet nach 4 Kategorien. Innovation & Transformation, Nachhaltigkeit des Erfolges, Kreativität & Ideenreichtum, Gesellschaftliche Vorbildfunktion. Das Gremium bestimmt die Gewichtung der Kriterien.

Die Corona-Pandemie hat nicht nur die Firmen und Menschen gefordert, sondern auch Ihre Organisation, die Wirtschaftsjunioren, und den Wirtschaftsclub . Wie haben Sie reagiert? Und wie planen Sie für die Zeit nach der Pandemie?

Die Pandemie, Lockdowns und fehlende Umsätze hat natürlich auch die Unternehmerinnen und Unternehmer der Wirtschaftsjunioren und des Wirtschaftsclubs im Frühjahr 2020 schneller erreicht als erwünscht. Viele Treffen waren nicht mehr möglich. Wir wären nicht die Wirtschaftsjunioren, wenn wir dies so angenommen hätten. Kurzerhand haben wir virtuelle Treffen ins Leben gerufen. Es sind neue Formate entstanden. Wir haben uns dadurch weiterentwickelt und so konnte zum Beispiel kürzlich die Podiumsdiskussion mit den Bewerbern für die Bundestagswahl in den Räumen der IHK in Aalen stattfinden, die Zuschauer waren über YouTube, Facebook und LinkedIN dabei. Wir planen weiterhin mit hybriden Veranstaltungen, freuen uns aber auch für Betriebsbesichtigungen oder für das Netzwerken wieder auf Treffen vor Ort.

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