Schweizer Firma steigt bei Blackpin ein

+
Ihre Firmen gehen eine enge, strategische Kooperation ein (von links): Patrick Kümin (PSE), Sandra Jörg (Blackpin) und Jonas Kümin (PSE).

Die Entwickler der Kollaborationsplattform „Primadoca„ haben sich mit einer höheren sechsstelligen Summe am Aalener Software-Start-up beteiligt - Messenger-App und Projektmanagement sollen vernetzt werden.

Aalen. Die Schweizer PSE Solutions GmbH aus der Schweiz beteiligt sich an dem Aalener Start-up Blackpin, das einen sicheren mobilen Messenger entwickelt hat und vermarktet. Die Firma aus Rothenburg im Kanton Luzern habe sich im ersten Schritt mit einer höheren sechsstelligen Summe an dem Aalener Unternehmen beteiligt, heißt es von Blackpin: „Jedoch ist dies nur der Anfang, es wird eine langfristige Kooperation mit einer nachhaltigen Beteiligungsstrategie in mehreren Stufen verabschiedet.“
Blackpin beschäftigt sich mit agilem Arbeiten von morgen und baute für den Unternehmensbereich die vergangenen Jahre einen mit mit dem Datenschutzrecht konformen, sicheren mobilen Messenger auf. Nun gehen die Aalener eine enge Kooperation mit der Schweizer Firma PSE Solutions GmbH ein. Die Rothenburger Firma entwickelte die Kollaborationsplattform „Primadoca„. Gemeinsam wollen beide Firmen die komplette Informations- und Projektmanagementkette in Unternehmen abbilden, indem der Messenger-App und das interoperable Projektmanagement-Tool intelligent miteinander vernetzt werden. Nun wollen sie zusammen den europäischen B2B-Markt erobern.

Blackpin wolle in Zukunft im Geschäftskundenbereich mit ihrer sicheren Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)-konformen App für Kommunikation und Transaktion seinen Service ausbauen: „In Zukunft sollen Firmen nicht nur kommunizieren können, sondern auch alle Prozesse durch Produktbündelung von Auftragsanbahnung, Mitarbeiter Onboarding, Projektplanung und Abwicklung bis hin zur Fertigstellung eines Projektes abwickeln können. So sollen Firmen mit beiden B2B-Softwarelösungen in Kombination, welche komplett integriert funktionieren sollen, auf ein in sich intelligentes System zugreifen können und haben somit eine sichere DSGVO-konforme 360-Grad-Lösung für ihr Unternehmen.“ Spannend sei dies vor allem für Firmen, die einen großen Wert auf Sicherheit legten.

Die „Primadoca„-Erfinder sind sich sicher: „Es erschließt sich für uns und für die Blackpin ein großer Markt durch dieses Product Bundling“, teilt die PSE Solutions GmbH mit. Beide Firmen hätten die DSGVO als Grundlage ihrer Sicherheitsstandards gesetzt und verfolgten dieselben Ziele. Firmenkunden sollen dank dieser Produktbündelung sicher und schnell ihren kompletten Arbeitsprozess digital und komplett integriert abbilden. Hauptzielgruppen sind Unternehmen aus dem Non-Desk-Bereich wie die Bau- und Logistikbranche oder die ambulante Sparte im Gesundheitswesen. Mit umfangreichen einfachen Features, die auf mobilen Geräten angewendet werden können, könne man Projektmanagement bis hin zur Kommunikation und Transaktion digital in Zukunft abbilden.

Blackpin sieht große Chance

Blackpin sieht eine große Chance im Bezug auf die Kooperation: „PSE Solutions GmbH hat dieselbe strategische Ausrichtung wie Blackpin, wir setzen auf Softwarelösungen in Europa, die DSGV-konform sind und unseren Kunden somit eine Möglichkeit bieten, dass ihre Daten nicht nur in Europa bleiben, sondern sie als Firma die Kontrolle über diese auch haben“, sagt Blackpin-Chefin Sandra Jörg und fügt hinzu: „Wir bieten das Frontend hin zum Kunden durch unseren mobile Messenger App. So können Mitarbeiter auf dem Bau beispielsweise miteinander im Team kommunizieren und wichtige Dokumente austauschen. Mit dem Projektmanagementtool von PSE Solutions werden in deren Software die Mitarbeiter angelegt, Projekte gesteuert und getrackt. Ein Dokumentenmanagementtool ist ebenfalls integriert, sodass dieses durch eine Schnittstelle automatisch im Messenger in unserer App in einem sogenannten Workspace abgebildet werden kann, genauso auch wie eine Teamstruktur. Unser Ziel ist es, mit einem Knopfdruck aus der Primadoca-Software heraus, eine Teamkommunikation mit anbieten zu können. Wir sehen ein großes Potential.“

Jonas Kümin, Geschäftsführer von „Primadoca„, dessen berufliche Wurzeln in der Luft- und Raumfahrt liegen, sieht ebenfalls eine große Chance für europäische Unternehmen in Bezug auf diesen Zusammenschluss: „Wir haben uns an Blackpin beteiligt, weil wir glauben, dass wir uns nicht weiter abhängig machen sollten von Softwarelösungen aus den USA, die nicht der DSGVO entsprechen. Wir müssen die Daten unserer Unternehmen schützen, denn sie sind das Kapital von morgen! Non-Amerika Software erfährt gerade großer Nachfrage und scheint ein großer Bedarf zu sein, den können wir mit unserer Komplettlösung anbieten.“

Auch sein Geschäftspartner und Bruder Patrick Kümin, mit dem er vor mehr als zehn Jahren die Firma in Rothenburg gegründet hat, kann schon erste gemeinsame Aufträge bestätigen: „Noch bevor wir die Kooperation offiziell eingegangen sind, hatten wir schon erste Projekte. Was Blackpin in Zukunft auf die Beine stellen möchte, mit ihrer digitalen Transaktionsplattform, Zeiten und Wegstrecken zu tracken und diese dann abrechnen zu können, sind spannende Anwendungen für unsere Kunden und werden den Arbeitsalltag gerade in der Baubranche extrem erleichtern. Diese Ergänzung wird den Arbeitsalltag, spezifisch in der Baubranche, erheblich erleichtern. Denn hier kommen viele interdisziplinäre Teams zusammen und arbeiten über eine bestimmte Zeit an komplexen Projekten.“
 

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft Regional

Kommentare