Sechs Top-Ausbilder auf der Ostalb

+
Die Handwerkskammer Ulm zertifiziert besonders engagierte Ausbildungsbetriebe.

Betriebe in Aalen, Essingen, Göggingen, Hüttlingen und Neresheim haben das Zertifikat erhalten, das auch soziales Engagement bewertet.

Aalen

Sechs Betriebe auf der Ostalb haben eine Zertifizierung zum Top-Ausbilder durch die Handwerkskammer Ulm erhalten. Das sind mehr als in jedem anderen Landkreis. Ausgezeichnet wurden Fürst Stahl und Metallbau in Essingen, die Georg Stegmaier GmbH & Co. KG in Hüttlingen, die Gold GmbH in Hüttlingen, Holzbau Höfer e.K. in Aalen, die Innovative Sicherheitssysteme Sachsenmaier GmbH in Göggingen sowie die Schiele GmbH in Neresheim.

Handwerksbetriebe, denen die Ausbildung junger Menschen besonders am Herzen liegt, können sich zum Top-Ausbilder zertifizieren lassen. Die Auszeichnung der Handwerkskammer Ulm können alle Mitgliedsbetriebe erhalten, die sich beim Thema Ausbildung in besonderem Maße engagieren und damit eine Ausbildung im Handwerk noch attraktiver machen. Derzeit haben im Kammergebiet 24 Ausbildungsbetriebe das Zertifikat erhalten: davon fünf im Landkreis Biberach, sechs im Ostalbkreis, zwei im Landkreis Heidenheim, fünf im Kreis Ravensburg, einer im Bodenseekreis, vier im Alb-Donau-Kreis und ein Handwerksbetrieb im Stadtkreis Ulm. Mit der Zertifizierung zum Top-Ausbilder sichern sich Betriebe Fachkräfte. „Wer die Menschen hat, hat den Markt. Deshalb werden die Betriebe einen Vorteil haben, die sich um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und um besonders gute Ausbildung bemühen“, sagt  Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer.

Wer die Menschen hat, hat den Markt.“

Dr. Tobias Mehlich, Handwerkskammer Ulm

Um das Ausbilderzertifikat zu erhalten, müssen die Betriebe einen umfangreichen Kriterienkatalog zur Ausbildungstätigkeit erfüllen, der von der Handwerkskammer ausgewertet wird. Zudem fließen die Eindrücke der im jeweiligen Betrieb beschäftigten Auszubildenden in die Gesamtbewertung mit ein. Auch das soziale Engagement wird honoriert: So bieten viele Betriebe lernschwachen jungen Menschen oder Geflüchteten mit wenig Sprachkenntnissen die Chance auf eine Ausbildung und unterstützen diese in besonderem Maße. Das ausgestellte Zertifikat ist zunächst für drei Jahre gültig. Danach ist eine Rezertifizierung möglich.

Auszubildende in allen Gewerken gesucht

Im Gebiet der Handwerkskammer Ulm sind derzeit fast 500 Ausbildungsplätze in 322 Handwerksbetrieben noch fürs neue Ausbildungsjahr zu besetzen. Laut aktueller Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sind bis zu 40 Prozent aller Ausbildungsstellen in Deutschland unbesetzt. Unter den sechs gesuchtesten Berufen sind vier Handwerksberufe. Die IW-Studie zeigt, dass der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen im Lebensmittelhandwerk besonders hoch ist. Gesucht werden besonders Bäcker (30 offene Lehrstellen im Kammergebiet) sowie Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (11). Ebenfalls einen hohen Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen verzeichnen Beton- und Stahlbetonbauer (13). Der Bedarf an Auszubildenden ist in der Region gewerkeübergreifend vorhanden – derzeit gibt es in 62 Berufen unbesetzte Stellen.

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft Regional

Mehr zum Thema

Kommentare