Kommentar : Bernhard Hampp zur Situation auf dem Arbeitsmarkt

Seien wir optimistisch

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Bernhard Hampp

Wer hätte das vor einem Jahr gedacht? Dass uns einerseits die Corona-Pandemie so lange in Atem hält? Und dass der Arbeitsmarkt diese Pandemie andererseits weitgehend unbeeindruckt übersteht? Mit 3,5 Prozent ist die Arbeitslosenquote auf der Ostalb so hoch wie im April 2020. In weiten Teilen des Kreises kann sogar von Vollbeschäftigung gesprochen werden.

Natürlich ist es mit den nackten Zahlen so eine Sache. Es gibt Menschen, die nun vor den Trümmern ihrer Existenz stehen und einer immer noch höchst ungewissen Zukunft entgegenbangen. Glück hat die Ostalb unter anderem, weil hier widerstandsfähige Branchen wie Industrie und Bau viele, Dienstleistung und Tourismus dagegen vergleichsweise wenige Menschen beschäftigen. Einige Branchen haben so viel zu tun, dass sie eher unter Materialknappheit, gestörten Lieferketten und - das ist gewiss nichts Neues - Fachkräftemangel leiden. Das hilfreiche Instrument der Kurzarbeit hat glücklicherweise große Entlassungswellen verhindert. Andererseits sind freie Stellen momentan kaum zu finden. Kommt das dicke Ende für den Arbeitsmarkt erst in den kommenden Monaten? Schwer zu sagen. Setzen wir auf Optimismus. Und darauf, dass Lockerungen den gebeutelten Branchen den Aufschwung bringen. Den Menschen, die sich seit Monaten danach sehnen, endlich wieder arbeiten zu dürfen, ist es von Herzen zu wünschen.

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