SHW-WM-Investor kauft Firma auf

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Blick in die Fertigung von SHW in Wasseralfingen.

Seit gut zwei Jahren gehört die SHW WM zur SFO. Nun bekommt die Unternehmensgruppe Zuwachs.

Aalen. Seit die SHW Werkzeugmaschinen zur Münchner Beteiligungsgesellschaft SFO gehören, ist das Unternehmen in ruhigem Fahrwasser unterwegs. SFO bleibt indes auf Expansionskurs und hat nun den Anlagenbauer Piller Entgrattechnik mit Standorten in Ditzingen und im ungarischen Kecskemet übernommen. Alle 120 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Außerdem soll die Firma weiterhin als Piller Entgrattechnik firmieren.

Piller hatte Ende Februar Insolvenzantrag gestellt. Insolvenzverwalter Martin Mucha hatte das Unternehmen fortgeführt und trotz der Corona-Pandemie den Geschäftsbetrieb aufrechterhalten. "Wir werden weiterhin versuchen, im Maschinen- und Anlagenbau erfolgreich zu investieren. Wie bei den beiden SHW-Firmen sollen Entwicklungspotenziale auch bei Piller gehoben werden", erklärte Wolfgang Schepp, Geschäftsführer bei SFO. Laut seiner Aussage sollen zudem Synergien zwischen den akquirierten Firmen entstehen. SFO verstehe sich als langfristig denkender und handelnder Investor. Shareholder der SFO-Gruppe sind Unternehmerfamilien. "Der Fokus liegt auf der nachhaltigen Entwicklung und zukunftsfähigen Ausrichtung der übernommenen Unternehmen", erklärt Schepp.

Die Piller Entgrattechnik ist Hersteller von Anlagen zur industriellen Teilereinigung mit Hochdruckstrahltechnik. Mit Drücken von bis zu 1100 bar wird ein Wasser- oder Schneidölstrahl auf Werkstücke gelenkt, um Grate, Späne und weitere Verschmutzungen zu entfernen. Das 1995 gegründet Unternehmen beliefert Kunden in der Automobil- und Hydraulikindustrie, Pneumatik und der Medizintechnik. Für kleinere Stückzahlen bietet das Unternehmen auch Lohnentgraten Ditzingen an. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei rund 20 Millionen Euro.

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