Start-up-Region siegt im Finale

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Preisübergabe in der Kategorie "interkommunale Anträge": Der gemeinsame Antrag der Städte und Landkreise der Start-up Region Ostwürttemberg schaffte es auf Platz 1.
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Das Land hat die gründerfreundlichsten Kommunen und Regionen gesucht. Warum sich die Region Ostwürttemberg gegen 40 andere Teams durchgesetzt hat und wie es jetzt weiter geht.

Stuttgart/Aalen

Das Konfetti hatten die Gastgeber zwar bereits verschossen – und zwar bei der Verkündung der Sieger des Elevator-Pitch, mit dem das Land die besten neuen jungen Unternehmen sucht und kürt. Aber auch ohne die kleinen Papierschnipsel war die Freude bei den regionalen Vertretern um Aalens Wirtschaftsförderer Felix Unseld groß, als sich am Ende der Koffer mit den Gewinnern öffnete.

Die Jury des vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium initiierten Wettbewerbs "Start-up BW Local" hat die Start-up-Region Ostwürttemberg im Finale auf den ersten Platz gewählt. Das Preisgeld beträgt 10 000 Euro. "Wir freuen uns riesig und werden jetzt viele gute Ideen in die Tat umsetzen", erklärte Unseld bei der Preisverleihung, die via Youtube übertragen wurde. Aalens Wirtschaftsförderer nahm den Preis virtuell und im Namen aller regionalen Partner entgegen.

Die Städte Aalen, Ellwangen, Giengen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd und der Kreis Heidenheim sowie der Ostalbkreis haben gemeinsam mit der Start-up Region Ostwürttemberg das Konzept für den Wettbewerb entwickelt. Mit diesem setzte sich die Region gegen viel Konkurrenz aus dem ganzen Land durch. Insgesamt hatten sich 40 Teams in den drei Kategorien Gemeinden, Städte und Interkommunale Ansätze beworben. Platz 2 (7500 Euro) der Kategorie "Interkommunale Ansätze" belegte der Verbund der Städte Esslingen, Filderstadt, Kirchheim unter Teck und Nürtingen, auf den dritten Platz (5000 Euro) wählte die Jury das Team aus dem Landkreis Böblingen.

Die 30 Partner der Start-up-Region Ostwürttemberg haben sich viel vorgenommen – und sehen ihre Strategie dank des Sieges in Stuttgart bestätigt. Zu dieser gehören unter anderem erfolgreiche Konzepte wie die Messe "MAKE Ostwürttemberg" sowie Events für Start-ups, die künftig weiterentwickelt werden sollen. Einrichtungen wie das Innovationszentrum INNO-Z an der Hochschule Aalen oder der Ideenbeschleuniger AAccelerator im alten IHK-Bildungszentrum hat man auf- und ausgebaut.

Wir werden nun viele gute Ideen in die Tat umsetzen.

Felix Unseld Wirtschaftsförderung Aalen

Zudem setzt die Region weiter auf enge Vernetzung der einzelnen Standorte. Die Zahl der tatsächlichen Gründungen von Teilnehmern an den Sensibilisierungsformaten will man weiter steigen. Zugleich soll der Gründergeist bereits an Schulen einkehren. "Thomas Bayer, der als Schüler einen Blindenstock mit Künstlicher Intelligenz patentieren ließ, ist dafür ein gutes Beispiel", sagte Aalens OB Thilo Rentschler. Hochschulübergreifend sollen Start-up-Interessierte in einer Challenge vernetzt und vor allem gezielt durch Coaches und Mentoren und speziellen Workshop-Formaten beim erfolgreichen Wachstum unterstützt werden.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hatte den Teilnehmern vor der Preisverleihung für ihr Engagement gedankt und weitere Unterstützung seitens des Landes zugesagt. "Wir werden alles dafür, um die Start-ups in Baden-Württemberg bestmöglich zu unterstützen", sagte sie in einem Grußwort, das vor der Verleihung aufgezeichnet wurde. Die Kommunen und Regionen hätten während der Corona-Krise eifrig daran gearbeitet, Start-ups fit für die Zukunft zu machen. Die Wirtschaftsministerin betonte zudem in ihrer Ansprache, die Landesregierung werde auch weiterhin alles dafür tun, um den Gründergeist im Südwesten voranzutreiben. "Unser Land ist auf innovative Gründer angewiesen, die die Zukunft der Wirtschaft mitgestalten."

Bereits im Oktober waren nach einem zweitägigen Vorentscheid die neun Finalisten gekürt worden. Am 3. Dezember stellten diese sich erneut jeweils mit einem eigens produzierten Kurzfilm vor und stellten sich danach den Fragen der Jury. In die Wertung floss auch das Ergebnis einer Publikumsabstimmung ein.

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