Überbrückungshilfe wird verlängert

Anträge können bereits gestellt werden, wie die IHK Ostwürttemberg mitteilt


Heidenheim. Die Bundesregierung hat die Fortsetzung der Überbrückungshilfe bis Juni 2022 beschlossen. Anträge können bereits gestellt werden, wie die IHK Ostwürttemberg mitteilt.  Die Antragsfrist endet am 15. Juni 2022. Auch das Landesprogramm Tilgungszuschuss II wurde verlängert.
Die Überbrückungshilfe IV zur Deckung der Fixkosten ist für den Förderzeitraum Januar bis Juni 2022 verlängert worden. Antragsvoraussetzung ist ein Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzzeitraum 2019. Der maximale Fördersatz der förderfähigen Fixkosten beträgt 90 Prozent ab einem Umsatzrückgang von über 70 Prozent. Die förderfähigen Kostenpositionen bleiben weitgehend unverändert. Auch bei einer freiwilligen Geschäftsschließung ist eine Förderung möglich, soweit eine Fortführung des Geschäftsbetriebs unwirtschaftlich wäre. Kostenpositionen wie Modernisierungs- oder Renovierungsausgaben sind keine förderfähigen Kostenpositionen mehr.

Verbesserungen bei der Überbrückungshilfe IV
Zusätzlich zur Fixkostenerstattung erhalten Unternehmen im Rahmen der Überbrückungshilfe IV, die durch die Corona-Pandemie besonders schwer und von Schließungen betroffen sind, einen zusätzlichen Eigenkapitalzuschuss. Abschlagszahlungen in Höhe von 50 Prozent werden  auch für die Überbrückungshilfe IV gewährt.

Fiktiver Unternehmerlohn
Der fiktive Unternehmerlohn wird analog zur Überbrückungshilfe IV bis Ende Juni verlängert und kann wie bisher im Rahmen der Antragstellung für die Überbrückungshilfe IV auf der Plattform des Bundes beantragt werden. Voraussetzung ist eine Antragsberechtigung für die Überbrückungshilfe IV im selben Förderzeitraum. Gewährt werden hier 1.000 Euro je Fördermonat für Soloselbstständige, Angehörige der Freien Berufe sowie Inhaberinnen und Inhabern von Personengesellschaften und Einzelunternehmen.

Auch Tilgungszuschuss III wird verlängert
Auch das Landesförderprogramm Tilgungszuschuss III wird verlängert. Außerdem wird der Zugang dazu erleichtert: Der zur Antragstellung qualifizierende Umsatzrückgang wurde von 60 auf 50 Prozent im Vergleich zum Referenzzeitraum im Jahr 2019 abgesenkt. Das Programm ist kumulierbar mit den Überbrückungshilfen des Bundes. Gefördert werden die Tilgungsraten im Förderzeitraum Januar 2022 bis Juni 2022. Die Anträge können in Kürze gestellt werden. Der Antrag für den Tilgungszuschuss Corona III ist bis spätestens 31. Mai 2022 zu stellen.
Das Landesförderprogramm „Tilgungszuschuss Corona III“ schließt wie seine Vorgängerprogramme eine Förderlücke der Überbrückungshilfen. Die Unternehmen werden mit einem direkten Zuschuss zu den Tilgungsraten für betriebliche Kredite, für Raten aus Mietkaufverträgen und Leasingverträgen („Finanzierungsleasing“) unterstützt. Mit dem Tilgungszuschuss sollen Unternehmen und Soloselbständige hart getroffener Dienstleistungsbranchen wie Schaustellergewerbe und Marktkaufleute, Veranstaltungs- und Eventbranche, Taxi- und Mietwagengewerbe oder Unternehmen des Sports, der Unterhaltung und Erholung geholfen werden, Tilgungsraten zu begleichen.
Informationen zu den Corona-Hilfsprogrammen stehen unter:
www.ostwuerttemberg.ihk.de , Seitennummer 4944674 oder sind zu erfragen unter Telefon 07321 324-0.

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