Umsatz von Hartmann gesunken

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Stammsitz von Hartmann in Heidenheim.

Auch der Gewinn geht zurück. Auf eine drohende Gaskrise ist die Firma vorbereitet.

Heidenheim. Die Hartmann-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2022 einen Umsatz von 1,123 Milliarden Euro erzielt, ein Minus von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis geht um fast 60 Millionen auf 88,5 Millionen Euro zurück. Beide Entwicklungen hatte das Unternehmen bereits prognostiziert.

„Die Geschäftsentwicklung des Unternehmens war im ersten Halbjahr 2022 maßgeblich durch massiv gestiegene Material-, Transport- und Energiekosten beeinflusst“, schreibt das Unternehmen. Mit Ausbruch des Ukraine-Krieges hätten sich die Rohstoffpreise weiter erhöht und die globalen Lieferketten sowie die Energieversorgung zunehmend destabilisiert.

Auf eine eventuelle Gaskrise sieht sich das Unternehmen gut vorbereitet. Hartmann hat eigenen Angaben zufolge mehrere Maßnahmen ergriffen. Hierzu zählen laut den Heidenheimern Investitionen in LPG-Tanks und die Nutzung von alternativen Energieträgern. Ebenso habe man in eine effiziente Energienutzung seiner Produktionsmaschinen investiert. Somit werde die Nutzung von Gas im Gesamtkonzern nachhaltig reduziert.

Um trotz angespannter Lieferketten lieferfähig zu bleiben, hat Hartmann die eigenen Lagerbestände erhöht und in die Reduzierung der Gasabhängigkeit in der Produktion investiert. „Um den höheren Kosten entgegenzuwirken und eine nachhaltige Belieferung sicherzustellen, wurden auch Preisanpassungen vorgenommen“, so Hartmann. Die steigenden Materialkosten erfordern laut Firma in den nächsten Monaten weitere Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen.

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