Unterstützung für neue Profs

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Prof. Dr. Iman Taha und Prof. Dr. Andreas Walter von der Hochschule Aalen gehören zu den insgesamt acht durch die Carl-Zeiss-Stiftung geförderten Antragstellerinnen und -antragstellern.

Aalen Eine Professorin und ein Professor erhalten eine Förderung der Carl-Zeiss-Stiftung.

Aalen.

Professorinnen und Professoren, die neu an einer Hochschule starten, fehlen häufig die notwendigen finanziellen Mittel, um ihre Forschungsaktivitäten aufzubauen. Diese Lücke möchte die Carl-Zeiss-Stiftung mit dem neuen Förderprogramm „CZS Forschungsstart“ schließen. Bei der ersten Ausschreibung setzten sich Prof. Dr. Iman Taha und Prof. Dr. Andreas Walter von der Hochschule Aalen mit zwei von acht Förderungen durch.

Durch Fördermittel im Umfang von jeweils bis zu 150.000 Euro sollen erste Forschungsaktivitäten ermöglicht werden. Die Hochschule Aalen sicherte mit den Anträgen von Professorin Dr. Iman Taha aus der Fakultät Maschinenbau und Werkstofftechnik und von Professor Dr. Andreas Walter aus der Fakultät Optik und Mechatronik zwei von acht durch die Stiftung ausgesprochenen Förderungen.

Taha war als Abteilungsleiterin am Fraunhofer Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik in Augsburg tätig, bevor sie 2021 an die Hochschule wechselte. Als Professorin für nachhaltige Werkstoffe in der Kunststofftechnik entwickelt sie im geförderten Projekt „BioLeit“ Bioverbundwerkstoffe für den Leichtbau. Ein Schwerpunkt liegt auf Duroplasten. Diese Kunststoffe zeichnen sich durch hohe Festigkeit und Steifigkeit selbst bei erhöhten Temperaturen aus und werden vielfältig eingesetzt, wie in Schutzhelmen, Bremsbelägen oder lasttragenden Strukturbauteilen im Maschinenbau. Leider sind viele Duroplaste erdölbasiert. „Mein Fokus liegt auf der Entwicklung von Bioverbundwerkstoffe für den Leichtbau. Dabei nutzen wir biobasierte Duroplaste und verstärkende Naturfasern. Die Vision ist, neue Werkstoffe für Produkte zu entwickeln, die nach Nutzung wiederverwendet werden können, also Teil einer Kreislaufwirtschaft werden“, sagt Taha. Die Förderung der Stiftung ermögliche den Ausbau ihrer Forschung im Bereich nachhaltiger Leichtbau.

Walter ist seit März 2022 Professor für biomedizinische Bildgebung und Biophotonik an der Hochschule. Nach Stationen am Max-Planck-Institut für Biophysik, der University of California San Francisco und der Leitung von Austrian BioImaging in Wien erforscht er in Aalen die superauflösende Kryo-Fluoreszenzmikroskopie und deren Kombination mit Rasterelektronenmikroskopie. „Durch die erhöhte Auflösung in Kombination mit der Analyse der Zellorganisation und -architektur wollen wir ein tieferes Verständnis der Funktionsmechanismen von Krankheiten und Organismen erreichen“, sagt Walter. Dabei ginge es darum zu klären, wo innerhalb der Zelle Funktionsträger wie Moleküle im Normalzustand lokalisiert sind und ob deren Verteilung bei Erkrankungen möglicherweise gestört ist. Diese neuartige Technik wird zukünftig für die Beantwortung einer Vielzahl von biomedizinischen Fragestellungen angewandt werden können: Von der Interaktion von Viren mit menschlichen Zellen bis hin zur Verteilung von Nanopartikeln in Krebszellen als Alternative zu herkömmlichen Chemotherapien.

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