Varta AG weiter auf Kurs

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Varta steigert den Umsatz im ersten Quartal, noch stärker legt der Gewinn zu.
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Varta steigert den Umsatz im ersten Quartal, noch stärker legt der Gewinn zu.

Ellwangen. Die Rekordzahlen mit hohen zweistelligen Wachstumsraten schreibt die Varta AG derzeit zwar nicht:. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 2,9 Prozent auf 204,9 Millionen Euro. Allerdings schafft es die Varta, mit dem Umsatz mehr Gewinn zu erzielen. Der bereinigte operative Gewinn legt um überproportionale 15,9 Prozent auf 59,9 Millionen Euro zu. Zudem hat die Varta eine wichtige Nachricht aus dem E-Mobilitätssegment zu vermelden. Für E-Autos und andere größeren Geräte arbeitet Varta gerade an einer neuen sogenannten Hochleistungsrundzelle „V4Drive“.

Wie Varta meldet, hat die die Firma nun einen ersten Kunden aus dem Automobilbereich gewonnen. Um wen es sich handelt, teilt die AG nicht mit. Zudem kündigten die Ellwanger an, künftig auch andere, größere Lithium-Ionen-Rundzellen zu entwickeln. „Varta hat seine Profitabilität weiter gesteigert. Wir blicken optimistisch auf die zweite Jahreshälfte“, sagt Vorstandsvorsitzender Herbert Schein. „Alle Segmente tragen weiter zum Wachstum unseres Unternehmens bei und konnten die guten Zahlen weiter steigern.“ Die neuen Lithium-Ionen-Rundzellen träfen auf ein sehr großes Kundeninteresse. „Varta bleibt mit seiner Innovationsstrategie erfolgreich“, so Schein weiter.

Für das zweite Halbjahr prognostiziert die Varta weiteres Wachstum in jenem Segment, das für die Rekordzahlen der vergangenen Jahre verantwortlich war: den Mini-Batterien für kabellose Kopfhörer. Hier zählen die Ellwanger zu den Lieferanten von Apple, die den Markt mit ihren Airpods dominieren. In dem Bereich erwartet Varta einen Anstieg von Umsatz und Geschäftsergebnis durch neue Kundenaufträge.

Das langsamere, aber profitablere Wachstum dürfte Finanzchef Armin Hessenberger gefallen. „Varta ist ein durch und durch gesundes Unternehmen.“ Durch die weiter gestiegene Profitabilität und die geringe Verschuldung habe Varta die Möglichkeit, weiter massiv in das Lithium-Ionen-Geschäft zu investieren und gleichzeitig den Aktionären erstmals eine Dividende zu zahlen. „Die Entscheidung fällt die Hauptversammlung im kommenden Monat“, erklärt Hessenberger.

Für das Geschäftsjahr ist Varta optimistisch. Die Kernmärkte würden weiter strukturell wachsen, man habe eine starke Marktposition in den Kernmärkten und investiere in die Erweiterung der Produktionskapazitäten. Das alles führe zu einer positiven Geschäftsentwicklung 2021.

Wir blicken optimistisch auf die zweite Jahreshälfte.“

Herbert Schein, Vorstandschef Varta AG

So haben sich die Unternehmensbereiche entwickelt

Den meisten Umsatz erzielt Varta mit Mikrobatterien, die etwa in kabellosen Kopfhörern zum Einsatz. Im ersten Quartal ist der Umsatz von 118,7 auf 121,9 Millionen Euro gestiegen. Dass sich das Wachstum verlangsamt hat, lag auch am starken Euro. Ein US-Dollar ist nunmehr noch 82 Eurocent wert, vor einem Jahr waren es 10 Cent mehr. In dem Bereich macht Varta auch den meisten Gewinn: Der stieg von 40,8 auf 45,9 Millionen, was einer Fabelrendite von 37,6 Prozent gleichkommt.

Zum Bereich der Haushaltsbatterien gehören nicht nur klassische Batteriegeschäft für den Endverbraucher. Hier stieg der Umsatz von 79,7 auf 82,4 Millionen Euro. Darin enthalten sind auch die Energiespeicherlösungen. Dieses Segment ist laut Varta dynamisch gewachsen, habe sich gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt und Marktanteile gewonnen.

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