Varta mit historisch gutem Ergebnis

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Lithium-Ionen-Zellen sorgen für Rekordumsatz im vergangenen Jahr. Börsenkurs rutscht dennoch ab.

Ellwangen. Der Ellwanger Batteriehersteller Varta verzeichnet ein historisch gutes Geschäftsergebnis für das abgelaufene Jahr – und auch für die Zukunft sind die Prognosen sehr optimistisch. Laut dem vorläufigen Ergebnis ist der Konzernumsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 140 Prozent auf 870 Millionen gewachsen – um 50 Prozent organisch. Der Betriebsgewinn stieg um 145 Prozent auf 239 Millionen Euro. Der Konzern bezeichnet es als "das erfolgreichste Geschäftsjahr in seiner 135-jährigen Unternehmensgeschichte". Die vorher bereits zweimal angehobene Prognose sei nochmals übertroffen worden. "Wachstumstreiber bleiben weiter unsere kleinen, Coinpower genannten, Lithium-Ionen-Zellen, die auf dem Markt weiterhin sehr stark nachgefragt werden", so Varta-Vorstandsvorsitzender Herbert Schein. Angesichts des hervorragenden Geschäftsjahres habe der Vorstand beschlossen, erstmals eine Dividende in der Größenordnung von rund 100 Millionen Euro an die Aktionäre auszuschütten. Hiervon entfällt der überwiegende Teil auf eine Sonderdividende, um das außerordentlich erfolgreiche Geschäftsjahr zu honorieren. Varta, das auch einen neuen Marktauftritt mit dem Motto "Empowering Independence" vorgestellt hat, prognostiziert für das Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz etwa 940 Millionen Euro vor. Die bereinigte Ebitda-Marge solle überproportional um bis zu 2,5 Prozentpunkte auf bis zu 30 Prozent steigen, heißt es. An der Börse sorgten die Zahlen nicht für Hochstimmung: Die Varta-Aktie verlor zunächst deutlich.

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