Warnstreik bei der AOK

+
An den AOK-Standorten in Gmünd und Aalen gibt es am Freitag einen Warnstreik.

Gewerkschaft ruft Beschäftigte zur Niederlegung der Arbeit auf – auch an den Standorten auf der Ostalb.

Aalen. Nachdem bei den Krankenkassen DAK und Barmer die Tarifverhandlungen abgeschlossen wurden, ist eine Einigung bei der AOK nicht in Sicht, teilt die Gewerkschaft ver.di mit. Daher ruft die Organisation die Beschäftigten der AOK in Baden-Württemberg an diesem Freitag erneut auf, die Arbeit niederzulegen. „In drei Verhandlungsrunden waren die Arbeitgeber nicht bereit auf unsere Forderungen einzugehen“, so Sandra Dziekan, Gewerkschaftssekretärin im ver.di-Bezirk Ulm-Oberschwaben, „deshalb muss der Druck nochmals erhöht werden“.

Rund 11.000 Beschäftigte der AOK Baden-Württemberg sind zu einem ganztägigen Warnstreik und zur Teilnahme an einer digitalen Streikversammlung aufgerufen. Betroffen sind laut ver.di die Standorte der AOK in Aalen, Schwäbisch-Gmünd, Biberach, Ravensburg, Friedrichshafen, Ulm, Biberach und Heidenheim.

In Ulm wollen Streikende aus mehreren Dienststellen vor Ort Präsenz zeigen: bei einem Demonstrationszug durch die Stadt von der Bezirksdirektion der AOK zum Weinhof. Dort findet eine Streikversammlung unter freiem Himmel statt. Sandra Dziekan geht von einer hohen Beteiligung aus, vor Ort und virtuell. „Die angebotene Einmalzahlung empfinden die Beschäftigten als Hohn“, gibt Sandra Dziekan die Stimmung an der Basis wieder. Eine Verbesserung des Lohngefüges wäre bei der AOK dringend notwendig, die angebotene Einmalzahlung vergrößert den Lohnabstand zu anderen Krankenkassen. Die Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der AOK gehen am 23. und 24. Februar 2022 in die vierte Verhandlungsrunde.

ver.di fordert für die Beschäftigten der AOK eine Erhöhung von 5,9 Prozent, mindestens 200 Euro, für die Auszubildenden 150 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Der Arbeitgeber hat eine einmalige Zahlung im März 2022 von 1000 Euro für Tarifbeschäftigte und 400 Euro für Auszubildende angeboten. Erst ab Dezember 2022 soll es eine prozentuale Erhöhung der Vergütung um 1,7 Prozent geben, bei einer Laufzeit von 24 Monaten.

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft Regional

Mehr zum Thema

Kommentare